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Jetzt aber: Bohnen zum Frühstück

5. Januar 2017
Bohnen zum Frühstück: Rot-weiß-rote Bohnen

Wer hätte das gedacht?! Der Erbsenprinz isst Bohnen zum Frühstück! Ich bin entzückt, vor allem wenn man bedenkt, dass er, als wir uns kennengelernt haben, am Morgen gar nichts gegessen hat – und nein mein Lieber, diese eine Germzopfscheibe mit Butter und Marmelade am Wochenende zählt nicht. Irgendwann hat er dann mal gemeint, dass Cornflakes gut wären. Da ich damals noch nichts von der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) wusste, hab ich dem prinzipiell zugestimmt, wobei die Betonung auf „prinzipiell“ liegt, denn tatsächlich hatte der Erbsenprinz etwa 10 Cornflakes im Schüsselchen und dazu 1 EL Zucker, 1 EL Kakao und ein bisschen Milch. Na immerhin hat er bei der Milch nicht übertrieben.
Als dann die TCM in mein Leben trat, haben wir der Milch abgeschworen – die verschleimt uns eh nur – und mein Prinz ist auf Toastbrot mit Erdbeermarmelade umgestiegen. Ab und zu gab’s ein weich gekochtes Ei oder (wenn zum Backen doch mal Milch im Kühlschrank stand) Riebel – für alle, die damit nichts anfangen können: früher ein „arme-Leute-Essen“, heute ein Vorarlberger (und Ostschweizer) Küchenklassiker aus Mais, Milch und Butter.

Bud Spencer lässt grüßen! Eier und Riebel gibt’s immer noch hin und wieder. Ansonsten aber frühstückt der Erbsenprinz nun eben Bohnen – um genau zu sein: weiße Bohnen in Tomatensauce. Dazu gibt es angebratene Polentascheiben, sofern welche vom Vortag übrig sind bzw. die Zeit bleibt, sie in die Pfanne zu werfen. Wenn nicht, isst der Herr die Bohnen auch einfach ohne was dazu.
Wie es dazu kam, weiß ich gar nicht mehr, auf jeden Fall war es seine Idee!!! Dazu sag ich natürlich nicht nein, sondern koch ihm gerne sein „Bud Spencer-Frühstück“ – vor allem jetzt im Winter. Da stehen ja Bohnen und andere Hülsenfrüchte wie etwa Linsen und Erbsen, laut TCM, sowieso hoch im Kurs (was sonst noch so auf den winterlichen Tellern landen sollte, könnt ihr hier nachlesen).

Wer nun Lust bekommen hat, ebenfalls mit warmen, den Körper einheizenden, die Mitte stärkenden und die Nieren kräftigenden Bohnen in den Tag zu starten, findet unten das Rezept für „rot-weiß-rote Bohnen“.
Allerdings möchte ich noch betonen, dass so ein Frühstück bzw. dass Hülsenfrüchte generell „gewöhnungsbedürftig“ sein können – weniger vom Geschmack her, sondern vielmehr für die Verdauung. Also vielleicht einfach mal mit wenig starten, möglicherweise auch nicht gleich jeden Tag, sondern nur jeden zweiten, und eventuell bzw. sofern man zu Blähungen neigt, mit Kümmel, Kreuzkümmel oder Koriander würzen, die sorgen nämlich für einen bessere Verträglichkeit.

weiße Bohnen gekocht

Zutaten für 3 Gläser (je ca. 440ml) „rot-weiß-rote Bohnen“:
(der Erbsenprinz braucht drei Tage, um so ein Glas zu leeren – jeder so viel, wie er will 😉 )

  • 330g weiße Bohnen
  • 1 Scheibe frischer Ingwer
  • 400g Tomaten (entweder frisch oder aus der Dose)
  • 1 TL getrockneter Rosmarin
  • 2 Knoblauchzehen
  • 4 EL Olivenöl
  • Salz, Pfeffer

Die Bohnen mit 1 Scheibe frischem Ingwer mindestens 12 Stunden (oder halt über Nacht) einweichen. Der Ingwer hilft dabei, zusätzlich einzuheizen und Kälte zu vertreiben – er ist zwar dem Element Metall zugeordnet, ist von der thermischen Wirkung her jedoch heiß. Ich koche die Bohnen vor dem Einweichen übrigens einmal kurz auf – ich hab das Gefühl, dass sie dann weicher werden.

Am nächsten Tag das Quellwasser wegschütten und die Bohnen mit ca. 2 Liter frischem Wasser aufwallen und dann mindestens 1,5 Stunden auf kleiner Hitze zugedeckt köcheln lassen. Tipp: Wer die Bohnen weicher möchte, kann sie mit 1 TL Salz kochen. Wer knackige Böhnchen vorzieht, lässt salzt erst am Schluss.

Knoblauch

In der Zwischenzeit oder sagen wir nach etwa 1 Stunde, die Tomaten vorbereiten, falls ihr euch für frische entschieden habt: Also Tomaten mit heißem Wasser übergießen, enthäuten und das Fruchtfleisch klein schneiden (Letzteres gilt auch für die Dosentomaten). Knoblauchzehen kleinhacken und wer mag mörsert den getrockneten Rosmarin, damit er wie ein feines Pulver wird (ich mag das). Zuletzt bzw. sobald die 1,5 Stunden rum sind, Bohnen abseihen und gut abtropfen lassen.

Jetzt einen großen Topf heiß werden lassen, das Olivenöl darin erhitzen und Knoblauch kurz andünsten. Dann Bohnen und Tomaten hinzufügen, mit Rosmarin, Pfeffer und Salz würzen und zugedeckt 20 bis 30 Minuten garen.

Nach Belieben das Ganze am Schluss abschmecken und noch heiß in frisch gewaschene Gläser füllen. Wichtig! Gläser entweder auf ein Holzbrett oder ein nasses Tuch stellen, ansonsten könnten sie durch den Hitzeunterschied zerspringen.

Rot-weiß-rote Bohnen im Glas

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2 Kommentare

  • Antworten Karl Tschavoll 10. Januar 2017 at 18:16

    Educated guess: Klingt verdächtig nach Mr. Chappy und seinem aktuellen Programm vom irren Feriss: http://bit.ly/2iYhwUv
    😀

    • Antworten iane 10. Januar 2017 at 18:21

      Na, das klingt gar nicht so uninteressant! Muss ich mir mal genauer anschauen – und den Mr. Chappy in dem Fall auch, wenn er jetzt fitter, gesünder und attraktiver ist 😀

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