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Dojo-Kur am Winterende: Dinkel auf den Tisch

3. Februar 2017
Dojo mit Dinkel

Seit einer Woche haben wir also Dojo-Zeit und bereiten uns und unseren Körper darauf vor, aus dem Winterschlaf zu erwachen und mit Elan in den Frühling zu starten. Ein paar Gerichte, die dabei auf meinen Tisch kommen, findet Ihr, wie letzte Woche versprochen, hier (die Rezepte sind übrigens für 1 Person, da der Erbsenprinz nicht mitmacht bei der Dojo-Kur).
Nachdem man während der Dojo-Zeit nur eine Getreidesorte essen sollte und ich mich dieses Mal für Dinkel entschieden habe, findet Ihr ausschließlich Gerichte mit Dinkel. Die Rezepte können natürlich auch mit Gerste, Reis, Buchweizen oder anderen Getreiden zubereitet werden (über das „Kochen im Kreis“ nach den 5 Elementen – Wasser, Holz, Feuer, Erde, Metall und wieder Wasser, Holz usw. – zerbrechen wir uns jetzt mal keinen Kopf. Das würde die Mitte nur unnötig belasten 😉 ).

Also ran an den Dojo-Kochlöffel. Generell sollte jetzt immer ausreichend vorgekochtes Getreide – in meinem Fall Dinkel bzw. Dinkelreis – im Kühlschrank stehen. Esse ich das Getreide nur zum Frühstück, koche ich es für vier bis fünf Tage vor. Zurzeit geht es natürlich schneller zur Neige, da ich es manchmal ja auch mittags oder abends in die Pfanne oder den Topf schmeiße. Umso besser, dass Dinkelreis nur gut 20 Minuten kochen muss – wer etwa auf Gerste setzt, muss hier ein bisschen vorausplanen, schließlich mag Gerste mindestens 12 Stunden eingeweicht werden.
Das Congee-Kochen dauert freilich länger und macht vor allem Sinn. Der leicht verdauliche Getreidebrei stärkt uns nämlich gerade wegen der langen Kochzeit (bis zu 4 Stunden). Außerdem hilft er beim Entgiften, weil er Schleim und Feuchtigkeit ausleitet. Congee kann pikant mit kurz gebratenem oder gedünsteten Gemüse gegessen werden oder auch mit Apfelmus zwischendurch oder zum Frühstück. Apropos Frühstück: Da kommt bei mir der vorgekochte Dinkelreis noch mal in den Topf, Wasser nach Belieben dazu und nochmals aufkochen, bis die Flüssigkeit fast weg ist. Dann geriebener Apfel nach Belieben, getrocknete Rosinen, Pflaumen, Nüsse und verschiedene Gewürze dazu – einfach was das Herz begehrt. Traut Euch einfach, ein bisschen zu experimentieren. Hauptsache: Eine Getreidesorte, viel Gemüse, wenig Fleisch, gut, aber nicht zu scharf gewürzt, alles gekocht und möglichst immer warm essen.

Dinkelcongee

  • 1 Teil Dinkel (z.B. 1 Tasse)
  • 10 Teile Wasser (also 10 Tassen)
  • 1-2 Ingwerscheiben
  • Plus: Pfeffer, Salz, Zitronensaft, Bockshornkleesamen (gemahlen), Butter

Dinkel mit Wasser und Ingwerscheiben zum Kochen bringen und auf niedrigster Stufe 3 bis 4 Stunden köcheln lassen. Dabei immer wieder mal umrühren.
Sobald das Congee die gewünschte, sämige Konsistenz hat, mit Pfeffer, Salz, Zitronensaft und Bockshornkleesamen abschmecken. Zum Schluss ein Stück Butter hinzufügen und alles in saubere Gläser abfüllen – wie immer beim heiß abfüllen: Gläser auf ein Holzbrett oder ein nasses Tuch stellen, damit sie nicht springen.

 

Gebratener Dinkelreis mit Karotten-Bohnen und Ei

  • 1 Schalotte
  • 1 Karotte
  • wer mag 1-2 EL Bohnen (z.B. von den Bohnen, die es ansonsten zum Frühstück gibt; ansonsten gehen auch die aus der Dose)
  • vorgekochter Dinkelreis (nach Belieben)
  • 1 Ei
  • Pfeffer, Kreuzkümmel (gemahlen)
  • Salz, Bockshornkleesamen (gemahlen)
  • Ghee oder Butterschmalz
  • Schnittlauch und geriebener Kren

Dinkelreis mit Karotten-Bohnen und Ei

Schalotte klein würfeln, Karotten schälen und in mundgerechte Streifen schneiden, Schnittlauch klein schneiden und Kren reiben.
In einer heißen Pfanne Ghee zergehen lassen und die Schalotten glasig anschwitzen. Karotten dazugeben und ebenfalls andünsten. Jetzt mit Pfeffer und Kreuzkümmel würzen, wer mag gibt dann die Bohnen dazu, auf jeden Fall aber salzen. Nun kommt der Dinkelreis dazu, leicht anrösten lassen und mit Bockshornkleesamen würzen.
Sobald alles etwas angebraten ist, schlagt Ihr das Ei in die Pfanne (der Eidotter sollte ganz bleiben). Sobald das Eiweiß gestockt ist, alles behutsam aus der Pfanne heben und mit Schnittlauch und Kren servieren.

 

Dinkelreis mit Kraut

  • 1 kleiner oder 1/2 Krautkopf
  • 1-2 Knoblauchzehen
  • Ghee
  • Etwas Zitronensaft
  • Pfeffer, Salz, Paprikapulver
  • vorgekochter Dinkelreis (nach Belieben)
  • etwas Speck (in Würfel geschnitten)
  • Koriander (gemahlen), Bockshornkleesamen (gemahlen)
  • Ghee

Dinkelreis mit Kraut

Kraut klein schneiden, Knoblauchzehen fein würfeln.
In einem heißen Topf, etwas Ghee (oder Butterschmalz) zergehen lassen und das Kraut darin erst bei größerer Hitze kurz anrösten, bis es etwas Farbe bekommen hat, dann zurückdrehen und den Knoblauch hinzufügen und alles miteinander vermengt andünsten. Sobald es zusammengefallen ist mit Pfeffer, Salz, einem Spritzer Zitronensaft und Paprikapulver abschmecken. Wer mag, kann am Schluss noch etwas Wasser hinzufügen, dann hat man ein bisschen eine Sauce.
Entweder gleich alles essen oder (den Rest) abfüllen.

Nun eine Pfanne erhitzen, Ghee (oder Butterschmalz) zergehen lassen, den gemahlenen Koriander kurz (ca. 10 Sekunden) anrösten, Speck dazugeben und anrösten. Jetzt den vorgekochten Dinkelreis hinzufügen und mit dem gemahlenen Bockshornkleesamen würzen. Zum Schluss Kraut nach Belieben in die Pfanne geben, alles gut vermengen und anrichten.
Wer mag kann das Ganze noch mit kleingeschnittener Petersilie und geriebenem Kren verfeinern. Sowohl Petersilie als auch Kren bewegen – sprich: Sie helfen dabei, Schleim, Feuchtigkeit und andere Schlacken aus dem Körper zu befördern.

Und damit der Erbsenprinz nicht vor leeren Tellern sitzen oder auswärts essen musste, gab’s unter anderem Linseneintopf, Gemüse aus dem Ofen und eine fein-cremige Kartoffel-Lauch-Suppe.
Die Dojo-Zeit dauert noch bis zum 12. Februar – also noch genügend Zeit durchzustarten. Wer Unterstützung braucht: prinzessin@gesunde-erbsen.com
Oder einfach folgen – die nächste Dojo-Zeit kommt bestimmt oder vielmehr am 27. April! Also am besten rechts in der Sidebar E-Mail-Adresse eintragen, bestätigen und schon halte ich Dich per Mail auf dem Laufenden.
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