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Fastenbrechen mit Dinkelrisotto und Zimtschnecke

09.02.2018
Fastenbrechen

Obwohl die Dojo-Zeit noch bis 12. Februar dauert, hat sie bei mir schon geendet – und zwar doppelt frühzeitig. Ich „faste“ generell nie die vollen 18 Dojo-Tage, sondern entschlacke, entgifte und reinige meinen Körper immer „nur“ neun Tage. Zu viele Jahre habe ich den Verzicht perfektioniert. Es geht bei der Dojo-Kur zwar nicht vorrangig ums Abnehmen (zumindest nicht bei mir). Dennoch gilt es, enthaltsam zu sein. Und dieses Mal hat mir mein Körper eben schon nach wenigen Tagen ganz deutlich gezeigt, dass er dazu keine Lust hat und lieber Fastenbrechen möchte.

Fast keine Lust. OK: Die wenigsten haben wahrscheinlich Lust zum Fasten. Und ich hab auch nicht beim ersten kleinen körperlichen Aufschrei w.o. gegeben. Irgendwie aber waren die „fastenbedingten“ Nebenerscheinungen diesmal einfach zu heftig. Lag’s daran, dass ich momentan wirklich (zu) viel um die Ohren habe? Dass durch mein Buch „Dinge“ hochkommen? Dass ich zugleich alte Denkmuster ausmiste und/oder umprogrammiere? Gut möglich.
So oder so musste ich jedoch eine Entscheidung treffen: Wie sehr braucht mein Körper die Entschlackung? Wie nötig haben es Geist und Seele? Und als ich mir diese Frage gestellt habe, musste ich doch glatt die zwei Gläser Dinkel-Congee, die noch im Kühlschrank standen, zum Klo runter spülen. Schon beim Gedanken daran wurde mir übel. Ja SORRY!!!! Normalerweise schmeiß ich keine Lebensmittel weg, aber das hat irgendwie zum Reinigungsprozess dazugehört.
Während ich mich also seit Anfang der Woche wieder „normal gesund“ ernähre, bin ich geistig-seelisch nach wie vor kräftig am Ausmisten. Und nicht zuletzt aus diesem Grund gönn ich mir zwischendurch auch mal eine selbstgemachte, seelennährende Zimtschnecke.

Zimtschnecken

Stolzes Fastenbrechen. Für mich war es die einzig richtige Entscheidung, auf meinen Körper zu hören und mit dem Fasten frühzeitig zu brechen. Und weißt Du was? Ich bin sogar stolz auf mich, denn früher hätte ich mir so etwas nicht „erlaubt“. Da hätte ich es durchgezogen, weil ich es mir vorgenommen und es auch sonst immer so gemacht habe. Tja, ich würde mal sagen: Ich hab mit dem Fastenbrechen ebenfalls ein altes Muster ausgemistet 😀
Zum Fastenbrechen meiner Dinkel-Dojo-Kur gab’s übrigens noch ein köstliches Dinkelrisotto mit getrockneten Pilzen und Topinambur. Ende gut, alles gut sozusagen! Und mal schauen, was die nächste Dojo-Zeit (27.4.-15.5.) so bringt. Wobei: Ab kommenden Dienstag ist erst mal Frühling angesagt. Ich freu mich drauf!

 

Erdiges Dinkelrisotto für 2 Personen

  • 100g Dinkel
  • Wurzelgemüse nach Belieben (je 1-2 Petersilienwurzel, Pastinake, Topinambur, 1/2 Sellerieknolle…)
  • 1 Schalotte
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1/2 Handvoll getrocknete Stein- oder gemischte Pilze
  • 1 Handvoll Petersilie
  • ca. 500ml Gemüsesuppe
  • Ghee (oder Butterschmalz)
  • Salz, Pfeffer, Paprikapulver
  • Parmesan
  • 1-2 EL Butter

Dinkel am Vorabend (bzw. mind. 12 Stunden) in reichlich kaltem Wasser einlegen.
Getrocknete Pilze in etwas Wasser einlegen. Dinkel abseihen und abtropfen lassen. Wurzelgemüse, Schalotten und Knoblauchzehe schälen und klein würfeln. Petersilie waschen und klein schneiden. Parmesan reiben. Gemüsesuppe aufkochen.

Ghee in einem heißen Topf erhitzen und Schalotten darin anschwitzen. Gemüse hinzufügen und anrösten. Im Anschluss Knoblauch dazugeben, alles gut verrühren und erneut kurz anrösten. Nun etwas Salz zufügen und den abgetropften Dinkel dazugeben, umrühren, mit einer Prise Paprikapulver würzen und die Pilze samt Einweichwasser in den Topf geben. Solange auf mittlerer Hitze köcheln lassen, bis das Wasser verdunstet ist.
Nun soviel Gemüsesuppe angießen, dass der Dinkel „schwimmt“, solange köcheln lassen (mittlere Hitze), bis der Dinkel das Wasser aufgesogen hat. Vorgang ca. 35 Minuten wiederholen – falls keine Gemüsesuppe mehr da ist, zum Schluss einfach mit heißem Wasser aufgießen.
Im Gegensatz zum „normalen“ Risotto, rühr ich hier nicht ständig um, sondern geb zu Beginn sogar einen Deckel auf den Topf, damit der Dinkel schön quellen kann und möglichst weich wird.

Sobald der Dinkel weich genug ist (und die Flüssigkeit verdampft ist), Butter zufügen, mit Pfeffer und Salz würzen, geriebenen Parmesan und Petersilie untermengen, noch mal mit einer Prise Paprikapulver abrunden und servieren.

Dinkelrisotto

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2 Kommentare

  • Antworten Anja 14.02.2018 at 13:37

    Also ich habe mir vorgenommen, dass ich heuer dieses 40 Tage Fasten einmal durchziehe. Ich habs noch nie gemacht… Mal schauen wie das läuft. 40 Tage keine Süßigkeiten und kein Fleisch!
    Das Dinkelrisotto klingt super lecker! Werde ich nachkochen.
    LG Anja

    • Antworten iane 14.02.2018 at 13:41

      In dem Fall wünsch ich Dir gutes Fasten und Durchhalten, liebe Anja!
      Und nicht vergessen: Wenn der Körper mal „ausrutschen“ möchte, hör zwei Mal hin, ob Du ihn lässt. Und wenn ja, dann tu’s mit Genuss 😉
      Alles Liebe und lass Dir das Dinkelrisotto und alles andere schmecken!
      Iane

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