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Gesundheit: Was ist das eigentlich?

7. April 2017
Gesundheit: Glückliche Prinzessin

Laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ist Gesundheit „ein Zustand des vollständigen körperlichen, geistigen und sozialen Wohlergehens und nicht nur das Fehlen von Krankheit oder Gebrechen.“ Klingt stimmig.
Gesundheit bedeutet für mich aber auch..

…mir immer weniger Gedanken über das eine oder andere Wehwehchen zu machen. Wenn es mal zwickt oder zwackt – na dann ist das halt so. Wenn ich mal wieder einen „Kopfwehtag“ habe, leg ich mich erst mal hin, konzentrier mich auf den Schmerz und zieh ihn regelrecht aus meinem Körper. Tabletten nehm’ ich keine mehr. Und wenn es mich ein bisschen mehr schwindelt, dann überleg ich nicht mehr (ständig), warum das so ist. Nein, ich frag mich lieber: Was braucht’s, damit sich der Schwindel wieder vertschüsst – und zwar in Lichtgeschwindigkeit!
Ich versuche einfach, sogenannte „Krankheiten“ nicht mehr so signifikant und relevant zu machen. Das klappt schon richtig gut – und dafür danke ich meinem Körper jeden Tag. Apropos…

Gesundheit bedeutet für mich nämlich auch, dass ich meinem Körper täglich dafür danke, dass er es mit mir aushält. Wenn ich morgens meine Meridian-Übungen mache, danke ich ihm dafür, dass er sich gleich nach dem Aufstehen verbiegt (obwohl er es am frühen Abend, wenn ich auf die Yogamatte steige, wesentlich lieber tut). Nach der Yogapraxis sag ich wieder danke, weil mir mein Körper so gut wie jeden Tag zeigt, dass er viel kraftvoller ist, als ich denke, und dass er viel stärker mit der Erde verwurzelt ist, als mir meine leichten Schwindelgefühle manchmal vormachen wollen. Und wenn die Praxis mal nicht so berauschend war, danke ich ihm dafür, dass er mich mittlerweile zumindest darüber lächeln lässt – ich muss ja nicht perfekt sein. Untertags vergesse ich ab und zu meinem Körper zu danken. Dabei wäre es da erst recht angebracht, immerhin begleitet er mich durch mein tägliches Chaos. Daher hab ich mir angewöhnt, abends im Bett noch mal so richtig DANKE zu sagen.

gesund glücklich

Und ja, der Geist spielt eine genauso wichtige Rolle für die Gesundheit. In meiner Welt heißt der zwar „unendliches Wesen“, aber das sind Begrifflichkeiten. Viel wichtiger ist, dass dieses bei mir inzwischen sogar die Hauptrolle übernommen hat. Die Frage ist natürlich: Wie spürt sich ein gesundes unendliches Wesen an? Ist es dann gesund, wenn ich nicht unter einer psychischen Störung leide? Wobei: Was heißt das eigentlich? Wird diesen Menschen nicht nur ein Label in Form einer Diagnose auf die Nase gedrückt, das sie als „verrückt“ bezeichnet? Wer entscheidet überhaupt darüber, was und wer „psychisch krank“ ist? Eh klar, der Psychologe – könnte man sagen. Will ICH aber nicht. Ich mag nämlich niemanden in irgendeine Schublade stecken, nur weil er anders ist (als wer?).
Für mich ist ein unendliches Wesen gesund, wenn es in seiner eigenen Welt glücklich ist. Und das funktioniert auch, wenn man anders oder gar „verrückt“ ist. Vielleicht sind wir sogar noch glücklicher, wenn wir verrückt sind. Ich meine: Bei Pippi Langstrumpf war das nicht anders! Und ich selbst bin, ehrlich gesagt, umso glücklicher, seitdem ich gelernt habe, meine eigene Verrücktheit nicht nur zu akzeptieren, sondern sie zu leben. Danke Alexa Mayer! Danke Susanna Mittermaier! Ihr seid verrückt und wunderbar

Und was das Soziale angeht: Je verrückter und glücklicher ich bin, umso lieber verbring ich Zeit mit anderen Menschen. Die müssen zwar nicht unbedingt verrückt sein – es erleichtert die Sache allerdings erheblich. 😉

Was bedeutet Gesundheit für Dich? Wie dankbar bist Du Deinem Körper und wie irre glücklich ist Dein unendliches Wesen?

2 Kommentare

  • Antworten Nadine Uzelino 7. April 2017 at 21:42

    Das hast du echt wunderbar geschrieben! Natürlich muss man auf die Signale seines Körpers hören, aber man muss es auch nicht überbewerten, wenn es hier und da mal „zwackt“. Geist über Materie sagt man ja auch ;-). Da ist doch was Wahres dran!

    lg Nadine von Nannis Welt

    • Antworten iane 8. April 2017 at 7:35

      Danke, liebe Nadine! Vor allem find ich es ganz wunderbar, dass diese Worte von Dir kommen – einem Menschen, der sehr wohl weiß, was es heißt, dass es zwickt oder zwackt.
      Alles Liebe und auf dass wir gesund und verrückt und wunderbar bleiben 🙂

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