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Grün so grün sind viele meiner Tees

22. Juli 2016

Manch einer wird sich vielleicht fragen, wie ich bei dem Wetter über Tee schreiben kann. Nun, weil es für mich eigentlich keine Jahreszeit gibt, in der ich NICHT Tee trinke. Ich mach’ mir jeden Tag eine Thermoskanne Kräutertee in der Früh und am Vormittag gibt’s zwischendurch eine Tasse Schwarztee oder in letzter Zeit immer öfter Grüner Tee. Kaffee macht mich vormittags einfach nicht an, obwohl er zu den „gesunden Big 5“ zählt und ich ja an sich mehr davon trinken wollte. Nachdem mir meine liebe Bekannte Angela Mörixbauer, die zufälligerweise Ernährungsberaterin ist, aber erzählt hat, wie gesund Schwarz- oder Grüntee ist, kann ich eh guten Gewissens dabei bleiben. Zumal die anregende Wirkung laut Angela sehr wohl vergleichbar ist: „Sowohl Kaffee als auch Schwarz- und Grüntee steigern die Konzentration und helfen wach zu bleiben oder zu werden. Bei Grün- und Schwarztee setzt die Wirkung des Koffeins, das bei Tee Tein genannt wird, allerdings etwas später ein als bei Kaffee, hält aber dafür länger an.“

Ob Grüner Tee, Schwarztee oder Kaffee ist also Geschmacksfrage. Alle drei enthalten gesunde sekundäre Pflanzenstoffe, die antioxidativ wirken und somit zum Beispiel schädliche Sauerstoffteilchen neutralisieren. Die Wirkung hängt beim Grüntee von Sorte und Ziehzeit ab. Lässt man den Tee nur etwa zwei Minuten ziehen, überwiegt das anregende Koffein, das im grünen Tee recht schnell freigesetzt wird. Wartet man länger (max. drei Minuten!), tritt die Aminosäure L-Theanin mit ihrer beruhigenden und entspannenden Wirkung auf den Plan. Wichtig ist, dass man nie mit zu heißem Wasser aufgießt: 70°C bis 80°C reichen vollkommen aus!
Grün- und Schwarztee enthalten außerdem Fluorid, sind also gut für die Zähne – vorausgesetzt man löffelt nicht Zucker ohne Ende hinein. Und wer regelmäßig etwa einen Liter davon trinkt, kann – so Angela – dadurch das „schlechte LDL-Cholesterin“ senken und das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen verringern.

Kräftig oder mild, fruchtig oder blumig – auf jeden Fall aber herb schmeckt Grüner Tee, der im Übrigen wie der Schwarztee von der Teepflanze „Camellia sinensis“ stammt. Allerdings werden die Blätter direkt nach dem Welken gedämpft oder geröstet, wodurch die Fermentation (Oxidieren der Teeblätter in feuchter Umgebung) verhindert wird.

Gesunde Erbsen Grüntee Gunpowder

Ich hab mich in den letzten Wochen ein wenig durch diese drei „Geschmacksrichtungen“ gekostet und bin zu folgender Erkenntnis gekommen: Ich mag’s kräftig bis fast schon rauchig statt leicht und blumig. Deshalb ist mein derzeitiger Tee-Favorit der Gundpowder. Der Name ist dabei Programm, denn die Blätter rollen sich beim Rösten zu kleinen Kugeln zusammen und erinnern an Schießpulver – gunpowder eben. Speziell wenn es so heiß ist, darf es zur Abwechslung aber auch Grüntee mit Lemongras sein: Erfrischt und schmeckt vor allem noch, wenn man nicht gleich zum trinken kommt – das passiert mir öfters, allerdings sind ein paar Teesorten meiner Meinung nach fast ungenießbar, wenn sie abkühlen. Tja und dann ist da noch der Grüntee-Jasmin… Irgendwie gewöhnungsbedürftig – zumindest für mich. Schon beim Öffnen der Packung steigt ein intensiv-blumiger Duft in die Nase – zu intensiv möchte ich fast sagen. Geschmacklich ist der Tee nicht schlecht, aber auch hier ist es für meine „Erbsen-Nase“ ein bisschen zu viel des Guten von der Jasmin. Vielleicht ist es aber für mich einfach eher eine „Winter-Sorte“ – also abwarten und Tee trinken ;-). Alle drei Sorten sind übrigens von SONNENTOR und somit von bester Bio-Qualität. Danke dafür!

Grüntee fürs Gesicht gibt’s auch (z.B. von Princess Skincare). Generell bin ich zwar weniger der „Maskentyp“, aber schaden kann es ja nicht. Gedacht – getan. Und ich muss sagen: Wow! Mein Gesicht hat sich danach wirklich richtig fein und „beruhigt“ angefühlt und irgendwie glaub ich sogar, dass es – wie auf der Packung geschrieben – die Regeneration der Haut tatsächlich gefördert hat.
Ich werde also in Zukunft wohl öfter mal Grüntee aufs Gesicht legen, mich selbst auf die Couch und dabei eine Tasse von demselben trinken. Und am Wochenende mach‘ ich eine Grüntee-Crostatta…

2 Kommentare

  • Antworten Kilian 27. August 2016 at 7:34

    Das hab ich nicht gewusst.

    • Antworten iane 27. August 2016 at 10:59

      na schau, vielleicht morgen mal Grüntee statt Kakao 😉

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