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Ich bin doch nicht krank!

24. März 2017
Ich bin nicht krank. Ich hab eine Erbse im Schuh

Bin ich krank oder hab ich vielleicht doch nur eine Erbse im Schuh? Was ich damit fragen möchte: Vielleicht reicht es ja, mal die Schuhe auszuziehen und barfuß weiter zu gehen? Vielleicht fühlt sich die „kranke Welt“ gleich viel besser an, wenn man sie mit bloßen Füßen betritt? Vielleicht sollte man sich einfach nicht so viele Gedanken übers Kranksein machen?

Mir ist jedenfalls letzthin aufgefallen, dass ich schon lange nicht mehr über irgendeine Krankheit geschrieben habe. Und auch der letzte Beitrag über den Schwindel meines Lebens liegt ein Weilchen zurück. Das bedeutet nicht, dass er mich nicht immer noch an manchen Tagen begleitet, der Schwindel. Trotzdem wird es keinen weiteren „schwindligen Teil“ hier auf dem Blog geben, denn je öfter ich darüber schreibe, desto signifikanter mach ich ihn ja.
Außerdem behaupte ich nicht mehr, dass ich mit dem Schwindel lebe. Würde ich das tun, wäre das 24 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche und 52 Wochen im Jahr der Fall. Der Schwindel ist eventuell noch ein Teil meines Lebens. Wobei mir das schon zu weit geht. Klingt nach Wortklaubereien, ist allerdings wichtig, denn mein Körper hört, was mein Hirn so vor sich hindenkt – und er glaubt es ihm auch oft!

Die Stoiker haben bereits vor 2.000 Jahren gesagt, dass es nicht die Dinge sind, die uns beunruhigen, sondern unsere Sicht der Dinge. Wenn wir also ständig darüber nachdenken, ob wir krank sind, und womöglich noch mit anderen darüber reden, werden oder bleiben wir auch krank – und zwar körperlich wie seelisch. Klar, manch einer mag sich im Mitleid suhlen, das von den anderen herüberschwappt. Nur was bringt es uns denn, wenn andere mit uns leiden? Genau – gar – nichts.

Über Krankheiten redet man nicht
Daher werde ich es in Zukunft auch tunlichst vermeiden, hier auf den Gesunden Erbsen über Krankheiten zu schreiben. Im Grunde ist das sowieso ein Widerspruch in sich: Kranke Geschichten auf den Gesunden Erbsen? Ich bin doch nicht krank! Ich schreib viel lieber darüber, wie wir gesund bleiben, was uns glücklich macht und zum lachen bringt.

Ich hab im Übrigen auch aufgehört mich zu fragen, was falsch am Schwindel ist? Stattdessen frag ich: Was will mir mein Körper in dem Moment, in dem der Schwindel sich zeigt, sagen? Was ist richtig an diesem trümsligen Gefühl? (Kurzer Bildungseinschub: trümslig heißt auf Vorarlbergisch schwindelig 😉 ) Und ich rede wirklich mit meinem Körper! Ja, auch laut. Ich frag ihn, was er denn braucht, damit sich der Schwindel wieder verabschiedet. Manchmal will er, dass ich mich hinlege. Manchmal soll ich auf die Yogamatte steigen. Tja und manchmal möchte mein Körper, dass ich die Schuhe ausziehe, die Erbse herausschüttle und trotzdem barfuß durch das Gras stapfe.

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Ach ja und wer jetzt noch Lust hat, so richtig zu lachen: Ein paar Minuten mit Vera F. Birkenbihl fördern die Gesundheit erheblich – viel Spaß 🙂

Und noch ein PS zu den Bildern: Das war nämlich Kunst auf der Via di Ripetta in Bella Roma.
Künstler in Rom

 

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