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Kalt im Herbst? Ja … und schön ist er auch!

8. September 2017
Kalt im Herbst

Früher war mir ja ständig kalt – sogar im Sommer. Dank 180 Grad-Ernährungsumstellung in Richtung 5 Elemente Küche der Traditionellen Chinesischen Medizin hat sich das mittlerweile geändert. Nicht dass ich (schon) zum Heißblütler geworden wäre, aber so durch und durch kalt ist mir nur mehr ganz selten. Auffallend ist allerdings, dass ich in den ersten kalten bzw. kühleren Tagen, die auf den wunderbaren, warm-heißen Sommer folgen, oft mehr friere als im Winter. Kommt Dir das bekannt vor?

Hier ein paar Theorien, woran das liegen könnte – zumindest bei mir. Erstens: Ich weigere mich vehement, meine Füße wieder in Wollsocken zu stecken. An der frischen Luft pack ich sie eh in Socken und geschlossene Schuhe, obwohl sie das gar nicht mögen. Doch zuhause freuen sie sich einfach zu sehr, wenn sie barfuß über den Holzboden spazieren dürfen. Zweitens: Ich sitze irrsinnig gern auf dem Balkon – selbst wenn ich mir einen Pulli überziehen muss, obwohl die Herbstsonne scheint. Und drittens: Meine innere Einstellung. Ich tu mir einfach jedes Jahr wieder schwer damit, dem Sommer für so viele Monate Adieu zu sagen. Stattdessen herbstlich-verregnete und windig-grauslig-kalte Tage zu begrüßen, ist nicht so mein Ding.
Tja, aber es hilft halt alles nichts und daher hab ich mir auch wieder eine Ingwerknolle gekauft: Eine dünne Scheibe mit heißem Wasser übergossen und mit etwas Honig gesüßt, heizt innerlich ein. Und wer den Anflug eines grippalen Infekts spürt, gibt drei Ingwerscheiben mit einem Liter Wasser in einen kleinen Topf, kocht es auf, lässt es zugedeckt ca. 30 Minuten ziehen, füllt es in eine Thermoskanne und trinkt es über den Tag verteilt.

Ingwer

Sowieso und überhaupt kommen nun wieder wärmende Lebensmittel und Speisen auf den Tisch. In der TCM werden zum Beispiel rotes Fleisch (Schwein, Rind, Lamm, Wild), Lauch, Zwiebeln und Knoblauch sowie Kürbis, Randig bzw. Rote Bete, Kraut, Kartoffeln und andere klassische Herbst- und Wintergemüse empfohlen. Zu Tomaten und Gurken, Joghurt und Wassermelone greifen wir dann wieder nächstes Jahr, denn diese haben eine kühlende Wirkung. Außerdem darf jetzt wieder kräftig mit Zimt, Koriander, Nelke, Lorbeer, Kümmel und natürlich Pfeffer und etwas Chili gewürzt werden. Der scharfe Geschmack wird dem Metall-Element zugeordnet und sorgt dafür, dass sich zum Beispiel Stagnationen in den oberen Atemwegen (Husten, Schnupfen usw.) lösen können.
Ein bisschen Würze kann auch die Stimmung aufhellen. Dafür braucht man keinen Herbst-Blues, denn das tut immer gut. Laut 5 Elemente Ernährung liegt das daran, dass scharfe Lebensmittel das Qi (unsere Lebensenergie) nach oben bringen. Wer so ein Stimmungstief mit Schokolade bekämpft, erzielt den gegenteiligen Effekt, denn dadurch sackt das Qi nur noch tiefer in den Keller. Besser wäre eine scharfe Hühnersuppe, Chili con Carne oder ein feiner Bohnen-Gersten-Eintopf. Bei scharfen Gewürzen liegt die Betonung übrigens auf „ein bisschen“ bzw. sollte man es auch bei einer „Prise“ belassen, wenn es so angegeben wird. Wer nämlich zu bzw. ständig scharf isst, kann dadurch das Qi und die körpereigenen Abwehrkräfte sogar schwächen.

Bleibt noch die Einstellung... Ja, er ist kalt der Herbst. Doch schon der Gedanke an wärmende Gemüsesuppen und Eintöpfe, Kürbis in allen Formen und Varianten, Randigknödel und Wildgerichte lässt das Wasser in meinem Mund zusammenlaufen und hebt meine Stimmung. Und irgendwie ist es auch fein, wenn man sich wieder mit bestem Wissen und absolut keinem schlechten Gewissen daheim verkriechen kann. Oder wenn man nach einem Spaziergang unter einem wolkenverhangenen Himmel nach Hause kommt und es sich dann so richtig gemütlich machen kann. Oder wenn man ein Wochenende im Bregenzerwald vor sich hat und sich freut, dass man den wahrscheinlich verregneten Samstag in der Sauna verbringen wird. Oder wenn der Herbst sich dann doch wieder von seiner schönsten Seite zeigt und ich gar nicht mehr weiß, warum ich ihn nicht gleich von Beginn an willkommen geheißen habe.

Schöner Herbst

Weitere Tipps, wie Du gesund durch den Herbst kommst, findest Du hier.
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2 Kommentare

  • Antworten Sabiene 12. September 2017 at 20:50

    Ich glaube, ich sollte meine Ernährung auch auf diese Weise umstellen. Ich fange ab 20°C abwärts das Frieren an und schwitze manchmal gleichzeitig. (Das ist bei mir wohl altersgerecht)
    Aber ein gutes Mittel ist auch wirklich, wenn man sich viel an der frischen Luft bewegt. Das härtet dann nämlich ab oder so. Wie unsere Vorfahren schon immer sagten 😉
    Liebe Grüße Sabienes

    • Antworten iane 13. September 2017 at 7:16

      Liebe Frau Sabienes 🙂
      Na ja, im Wechsel der Jahre 😉 kann es durchaus mal vorkommen, dass man friert und schwitzt zugleich, allerdings kann man das so pauschal auch nicht sagen – sagt zumindest die TCM. Wenn Du einen guten TCM-Arzt oder eine TCM-Ärztin in Deiner Nähe kennst, schau mal bei ihm vorbei (so Du das nicht eh schon gemacht hast). Ansonsten würde ich Dir raten, Deine Mitte (also Magen und Milz) zu stärken – dazu ist jetzt im Herbst eh die beste Zeit, weil wir jetzt ganz viele wunderbare „mittige“ Lebensmittel haben – Kürbis, Karotten, Kartoffeln und anderes Lagergemüse. Daraus kann man herrliche Gemüsesuppen (auch ohne Rahm usw.) und Eintöpfe zaubern …
      Tja und JA, „Abhärtung“ im Freien ist sowieso gut – vorausgesetzt wir packen uns dabei richtig gut ein, denn ansonsten können Kälte und Wind recht schnell (in die Glieder) fahren und dann länger als uns lieb ist, bleiben.
      Alles Gute und Liebe und wenn du weitere Fragen haben solltest: prinzessin@gesunde-erbsen.com 😉
      Iane

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