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Keim im Darm: Lästig und lehrreich

9. Juni 2017
Keim im Darm

Eigentlich wäre ich jetzt in Wien. Uneigentlich hat sich allerdings ein ganz lästiger Keim in meinem Darm einquartiert. Und der trommelt sich nun schon seit über einer Woche „Animal-mässig“ durch meinen Verdauungstrakt. Ich glaube sogar zu wissen, wann und wie er sich eingeschlichen hat (wenn ich nur an diese Fleischbällchen denke… pfui). Dass mein Körper schlechtem Essen und insbesondere schlechten Lebensmitteln gegenüber abgeneigt ist, find ich ja prinzipiell super. Ich bin ihm auch irrsinnig dankbar dafür, dass er sich davon entledigt. Die Frage ist nur:

Warum hat mir dieser Keim so sehr zugesetzt? An sich ist mein Darm nämlich voll toll – ich kümmere mich auch täglich um ihn: gute Ernährung nach den 5 Elementen, viel trinken, Probiotika, Yoga… Letzte Woche muss mein Körper jedoch aus dem Gleichgewicht gewesen sein, ansonsten hätte dieser fiese Keim keine Chance gehabt.  Die Chinesen würden sagen: Yin und Yang waren nicht in Balance und mein Qi (meine, wenn man so will, Lebensenergie) geschwächt.
In der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) heißt es, dass der Dünndarm darüber entscheidet, was wir zur weiteren Verarbeitung brauchen und was ausgeschieden werden kann. Er hat also die Aufgabe, die Vielfalt zu erkennen und daraufhin eine Entscheidung zu treffen. „Jein“ und „vielleicht“ führen einen da nicht ans Ziel. Er will klare Ansagen: Ja oder nein? Gut oder schlecht? Fürs Annehmen oder Loslassen ist dann der Dickdarm zuständig. Und der benötigt dafür unter anderem Gelassenheit und Ruhe, Stress mag er gar nicht.

Wo also fehlte mir die Klarheit? Und was hat mich derart gestresst, dass der „bakterielle Bösewicht“ leichtes Spiel hatte? Nun: Zum einen war es eine ganz persönliche Erfahrung, die ich gerade gemacht habe. Zum anderen ist es so, dass derzeit generell sehr viel abgeht – und damit meine ich, dass sich die Welt um uns herum, die Erde und das ganze Universum gerade verändert. Anlässlich des Earth Days Ende April hab ich schon mal darüber geschrieben. Aber spür doch einfach mal selbst in Dich hinein: Ist es Dir in letzter Zeit auch hin und wieder „passiert“, dass Du wie aus heiterem Himmel unruhig wurdest oder dass Dich eine Traurigkeit oder Müdigkeit oder vielleicht ein lustloses oder gar hoffnungsloses Gefühl überkommen hat? Und wie oft konntest Du Dir gar nicht erklären, warum Du das alles gespürt hast? Tja, weil es gar nicht Deines war! Du hast das von außen aufgenommen – sei es von anderen Menschen oder von der Erde selbst.
Als mir das durch ein Posting von Gabriele Liesenfeld klar wurde, ging’s mir gleich eine Spur besser. Ich konnte anerkennen, dass vieles, was gerade in meinem Körper abgeht, gar nicht mir gehört. Bei meiner „persönlichen Geschichte“ hat mir meine Herzensfreundin, Coach und Trainerin Alexa Mayer geholfen. Ich danke Euch beiden, Ihr wunderbaren Frauen! 🙂

Alles gut im Darm

Seither geht es mir von Tag zu Tag besser. Und trotzdem bin ich nicht nach Wien gefahren – obwohl ich mich schon so darauf gefreut habe, wieder ein Wochenende mit ganz lieben Menschen zu verbringen. Aber abgesehen davon, dass es mich einfach nicht gereizt hat, in dem Zustand zwei Nächte im Zug zu schlafen und zwei Tage im Seminarraum zu sitzen, hat es sich schlicht und ergreifen richtig angefühlt, die ganze Reise abzublasen.
Warum? Weil ich auf meinen Körper gehört habe. Der weiß nämlich ganz genau, was er braucht und was nicht: Immodium akut benötigt er nicht, daher liegt es nach wie vor ungeöffnet herum. Ich nehm lieber Probiotika, die meinen Darm mit wichtigen und guten Bakterienstämmen versorgen. Ich trinke Schwarztee und esse ganz normal, denn ich hab Hunger. Die Tatsache, dass ich danach immer noch manchmal recht schnell aufs Häuschen muss, hält mich sicher nicht davon ab. Ich lieg viel herum und gönn meinem Körper und mir die Ruhe, die wir benötigen. Und ich frag mich so oft wie möglich: Wie kann’s noch besser werden?

4 Kommentare

  • Antworten Stefanie* 13. Juni 2017 at 18:06

    Oh du Arme, das hört sich blöd an. Da du ja bereits wieder auf dem Weg der Besserung bist, schicke ich dir noch ein wenig Energie und Liebe. Du hast absolut recht, man sollte viel mehr auf seinen eigenen Körper hören, der sagt einen schon, was gut tut.
    Weiterhin gute Genesung <3
    Stefanie*

    • Antworten iane 13. Juni 2017 at 18:11

      Ach du Liebe! DANKE Dir! Und es wird wirklich von Tag zu Tag besser. Ich lass meinem Körper jetzt einfach die Zeit, die er benötigt. Irgendwelche Tabs oder sonstige Medikamente braucht er nicht. Er weiß, was zu tun ist und das ist gut so. Wobei ich zugeben muss: Das mit dem auf den Körper hören und ihm vertrauen, ist auch für mich immer noch manchmal „tricky“. Ich werde zwar besser darin, aber eben: Manchmal holt mich da was „Altes“ wieder ein. Zum Glück aber komm ich mittlerweile recht schnell wieder zur „Besinnung“ 😀
      Dir auch alles Gute und Liebe!

  • Antworten Amalia B 6. Juli 2017 at 10:18

    Egal wie gesund und ausgeglichen man is(s)t, manchmal erwischt es einen einfach. Alle paar Jahre bin ich einmal krank (vor 4 Jahren habe ich mir beispielsweise auch so einen fiesen Virus eingefangen). Dann gehe ich aber auch in die Apotheke und lasse mich beraten wie ich das so schnell wie möglich wieder lowerde.

    • Antworten iane 6. Juli 2017 at 21:06

      Stimmt… Hin und wieder kommt man dem „bösen Darmkeim“ (oder sonst einem fiesen Krankmacher) nicht aus, liebe Amalia 😉
      Allerdings bin ich davon überzeugt, dass ein „an sich gesunder und ausgeglichener Mensch“ besser mit der einen oder anderen Erkrankungen umgehen kann. Daher schau ich auf mein unendliches Wesen und meinen Körper – und Du in dem Fall auch 🙂 Schön!
      Alles Liebe

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