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Heute schreib ich mal über Nichts

27. Oktober 2017
Nichts

Anfang der Woche hat mir ein Interviewpartner geschrieben, dass ihn die Philosophie, die ich hier auf meinen Erbsen verfolge, besonders angesprochen hat. „Wow!“, hab ich mir lächelnd gedacht und war einen Moment später schon beim nächsten Mail, hab einen Kunden angerufen, an einem Konzept weitergearbeitet. Dann fünf Minuten Pause, um mir einen Tee zu machen und kurz ins Facebook zu schauen statt einfach mal Nichts zu tun. Weiter im Text, Mails checken, telefonieren und schon war der Vormittag vorbei. Nach dem Mittagessen setz ich mich wieder vor den Computer, seh das Mail und denk mir: „Wow?!“

Was bitte ist da schief gelaufen? Ich meine: Hab ich nicht letzthin einen Artikel für Gesünder Leben geschrieben, in dem es um die gesunde Auszeit ging? Darüber dass man sich regelmäßig eine Pause gönnen sollte? Sag ich nicht immer, dass man sich Zeit für sich selbst nehmen muss? Weiß ich nicht selbst am besten, dass man aus dem Gedankenkarussell aussteigen sollte, wenn es sich allzu schnell dreht? Hab ich nicht schon über Langsamkeit und Rückzug gebloggt, oder darüber, „Stopp“ zu sagen, wenn zu viel los ist?
Predige ich hier Dinge, die ich selbst gar nicht mache? Nein. So krass ist es nicht! Zum Glück 😉 Doch in letzter Zeit ist es wirklich wieder mal zu viel: ein Termin nach dem anderen – egal ob letzte Woche in Wien oder hier zuhause. Haushalt schmeißen (denn ein sonniger Nationalfeiertag wie gestern bietet ja die perfekte Gelegenheit, die Fenster zu putzen). Viele neue Ideen im Kopf und daneben das daily business: Projekte schaukeln, Texte schreiben, Leute treffen und darüber nachdenken, über was ich am Freitag auf den Erbsen schreiben könnte…

Nichts tun

und irgendwie kam diese Woche nichts. Keine Idee, worüber ich hier „ach-so-weise“ Worte verlieren könnte. Kein Plan, was mir und Euch gerade beitragen würde. Nichts.
Tja und plötzlich war mir klar: Ich schreib über Nichts! Denn das ist so viel besser als irgendeinen Blödsinn von sich zu geben. Und auf einmal haben die vielen Gedanken aufgehört, sich zu drehen. Ganz ruhig und gemütlich hab ich diese Zeilen geschrieben und zwei Bilder herausgesucht, die irgendwie passen könnten. Jetzt werde ich noch dies und das machen, mir zuerst aber eine Tasse Tee holen und sie trinken, während ich aus dem Fenster schaue und Nichts tue. Und am Wochenende werde ich genau da weitermachen – beim Nichts tun. Oder es zumindest so oft wie möglich versuchen, denn das ist gar nicht so leicht, wie es klingt. Allerdings setzt mich ja auch nichts unter Druck 😀
In diesem Sinne: Schönes Wochenende!

Und wer beim Nichts tun, Lust auf mehr Erbsen bekommt, trägt am besten rechts in der Sidebar seine E-Mail-Adresse ein. Bestätigen und schon erfährst Du als erster, wenn ein neuer Beitrag online geht. Per FacebookInstagramPinterest oder Bloglovin’ kannst Du mir natürlich auch folgen 🙂

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