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Ode an den Kürbis

17. Oktober 2016

Es ist Kürbis-Zeit. Das merkt man nicht nur auf dem Markt, sondern vor allem wenn man sich bei meinen Ess- und Kochkollegen umschaut: Es gibt derzeit so gut wie keinen Food-Blogger, der nicht zumindest ein Kürbis-Rezept postet – Recht habt ihr. Von mir aus könnte es ja täglich Kürbis geben. Umso besser, dass das früher als reines Tierfutter und „Arme-Leute-Essen“ verschmähte Gemüse von September bis mitunter sogar März erhältlich ist und in den unterschiedlichsten Formen, Farben und Größen daherkommt: ob rund, flach, oval oder länglich, von weiß über hellgelb und dunkelorange bis zu grün, uni, gestreift oder gesprenkelt, klein wie ein Tennisball oder riesig – der größte Kürbis aller Zeiten stammte übrigens von einem Schweizer und hatte einen Umfang von 5,72 Meter. Und auch beim Fruchtfleisch kann es bunt zu- und hergehen: weiß, gelb, orange, hellgrün…

Apropos Farbe: In der 5-Elemente-Küche der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) wird dem Kürbis je nach Farbe eine neutrale bis wärmende thermische Wirkung zugeschrieben – je dunkler umso wärmender. Generell aber, so die Chinesen, stärkt er unsere Verdauungskraft (Milz und Magen), tut Lunge, Leber, Niere und Dickdarm gut, wirkt blutnährend und kann helfen, Feuchtigkeit und Schleim auszuleiten. Kürbis wird dem Element Erde zugerechnet und das steht in der TCM für die Erntezeit (die „5. Jahreszeit“), den süßen Geschmack und die Körpermitte (Magen, Milz und Bauchspeicheldrüse). Wenn wir also Kürbis verspeisen, können wir unsere Körpermitte stärken und somit jenen Bereich kräftigen, wo die Energie entsteht.
„Westlich“ betrachtet liefert Kürbis wenig Kalorien (ca. 25 kcal auf 100g), dafür insbesondere die Mineralstoffe Kalium und Eisen. Beta-Carotin sorgt für das orange Fruchtfleisch und wird im Körper zu Vitamin A umgewandelt, was unter anderem Wachstum und Neubildung von Zellen und Geweben fördert, als Antioxidans Zellschäden entgegenwirken kann und unser Sehvermögen fördert.
Hier zeigt sich einmal mehr, dass sich die westlichen „Ernährungsweisheiten“ gar nicht so von den chinesischen unterscheiden. Denn auch bei den Chinesen heißt es, dass Kürbis der Sehkraft gut tut. Der Grund: Das Gemüse hat eine positive Wirkung auf das Leberblut (Leber-Qi) bzw. die Leber und diese nährt das Auge.

Und wie schmeckt’s nun am besten? Schwierige Frage, auf die ich keine Antwort habe, sondern viele Rezepte, die sich in den letzten Jahren so angehäuft haben.
Außerdem geb ich die Frage lieber an Euch weiter: Welches Bild lässt denn bei Euch am meisten Wasser im Mund zusammenlaufen? Gebt mir Bescheid – ob als Kommentar hier, auf Facebook oder per Mail.

All jene, die mir ab sofort auf meinem Blog folgen, bekommen sogar ein ganzes Kürbis-Menü inklusive „Rezept“ für Pumpkin Pie Spice (noch bis Ende Oktober). Also am besten gleich rechts in der Sidebar anmelden. Ich freu mich auf Euch!

Und hier meine bildliche Ode an den Kürbis…

Kürbissuppe

Kürbissuppe

Kürbispesto

Spaghetti mit Kürbispesto

Kürbislasagne

Kürbislasagne mit Rucola und Bratwurst

Kürbisknöpfle

Kürbisknöpfle mit Champignonragout

Überbackender Kürbis

Kürbis überbacken

Kürbisquiche

Kürbisquichlein mit Salat

Kürbisrösti

Kürbisrösti

Schweinsfilet mit Rosenkohl und Kürbisduchesse

Schweinsfilet mit Rosenkohl und Kürbisduchesse

kuerbispueree-mit-haehnchenbrust

Hähnchenbrust mit Kürbispüree

kuerbisgulasch

Kürbisgulasch

kuerbistarte

Kürbistarte

kuerbistaschen

Kürbistaschen sweet & spicy

… Ihr wünscht – ich spiele …

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