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Oh du fröhliche … Zeit der Ruhe

30. November 2016
Engel in der Zeit der Ruhe

Endlich dürfen wir die Türchen beim Adventskalender öffnen. Wobei es in meinem Fall eigentlich Socken sind – ein Geschenk von zwei lieben Freundinnen, die sich vor Jahren hingesetzt haben, um 24 bunte Babysocken zu stricken, die seither vom Erbsenprinz gefüllt werden. Schon der Gedanke daran, lässt mich lächeln, denn ich liebe den Dezember, die Vorweihnachtszeit, all die Deko, all die Lichter, all den Kitsch. Kurz und gut: Ich bin ein Christkind 🙂

Und trotzdem gibt es bei den Gesunden Erbsen keinen Adventskalender, kein tägliches Posting mit (gesunden) Tipps, kein sonntägliches Blog-Kerzlein à la „erst eins, dann zwei, dann drei, dann vier, dann steht das Christkind vor der Tür“. Nein, bei den Gesunden Erbsen wird es in den nächsten Wochen eher ruhig werden, schließlich ist es die besinnliche Adventszeit. Oder vielmehr sollte sie es sein, denn bei den meisten geht es jetzt erst so richtig ab: Geschenke einkaufen, von einer zu nächsten Weihnachtsfeier hetzen, Kekse backen, Zeit mit Familie und Freunden verbringen, Festtagsmenüs planen, wieder einkaufen… Die vorweihnachtlichen To-Dos könnte man bei manchen wohl ewig fortsetzen.
Ich mach da heuer allerdings nicht mit, sondern beschenk mich schon jetzt: und zwar mit Rückzug und Ruhe! Dafür ist die kalte, dunkle Jahreszeit doch da, oder? Ich meine, Hand aufs Herz: Wer mag ständig unterwegs sein, wenn es draußen trostlos und zugleich hektisch, daheim aber einfach nur fein und gemütlich ist?

In der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) beginnt der Winter schon Mitte November. Ihm zugeordnet sind u.a. das Element Wasser sowie Nieren und Blase. Und diese Winterorgane benötigen nun besonders viel Wärme, Ruhe und Energie. Einerseits um der Kälte zu trotzen, andererseits um Kraft zu tanken, damit wir im Frühling wieder so richtig durchstarten können. In den Nieren ist übrigens unser  vorgeburtliches Qi zuhause – also jene Energie, die wir von unseren Eltern bei der Geburt mitbekommen haben. Dieses Ursprungs-Qi gilt es zu hegen und zu pflegen. Das klappt zum einen durch eine gute Ernährung – das ganze Jahr über natürlich, jetzt im Winter aber vor allem mit wärmenden Speisen: vom warmen Frühstücksporridge oder (wie in meinem Fall) Reis mit Apfel und Gewürzen über ein Wildragout oder einen Bohneneintopf zu Mittag bis zur köstlichen Pastinakensuppe abends. Über die Ernährung führen wir unserem Körper nämlich sogenanntes Nahrungs-Qi zu, das dann (vereinfacht gesagt) zu nachgeburtlichem Qi umgewandelt und im ganzen Körper verteilt wird (dazu gern ein anderes Mal mehr).

Lächelnder Engel
So richtig stärken können wir unsere Nieren-Energie jetzt mit Hülsenfrüchten, also Erbsen :-), Linsen und Bohnen (sehr wärmend sind Adzuki- und Kidneybohnen), Fisch (z.B. Forelle, Karpfen, Scholle), Meeresfrüchten und Algen. Um Letztere hab ich lang einen Bogen gemacht, weil ich nicht wusste, wie ich damit umgehen soll. Dabei muss man sie nur kurz einweichen oder in der Suppe oder Sauce mitkochen. Algen haben einen beruhigenden Effekt, was in der vermeintlich besinnlichen, in Wahrheit allerdings eben stressigen Zeit durchaus von Vorteil ist. Beim Gemüse greifen wir langsam aber doch in die mit Kürbis, Kartoffeln, Kraut oder Kohl, Karotten, Pastinaken, Rote Beete uvm gut gefüllte „Lagerkiste“. Außerdem sollten wir auf lang Gekochtes setzen – sprich: Eintöpfe, Ragouts und Gulasch, Braten usw. Und keine Angst vor Fett! Draußen ist es kalt, da dürfen wir uns schon eine kleine Fettschicht anfressen. Schlagen wir dabei nicht über die Stränge, verabschiedet sie sich im Frühling auch von selbst wieder.

Neben der guten Ernährung sollten wir uns aber auch Ruhe gönnen – ansonsten kann es uns schnell an die Nieren gehen, das Leben! Also machen wir doch mal Pause, genießen wir die Zeit zuhause – mit den Lieben oder alleine. Lasst uns Musik hören, lesen, einen guten Film anschauen oder gar nichts tun. Letzteres werde ich dieses Jahr definitiv „angehen“, darin brauch ich nämlich noch ein bisschen Übung. Außerdem werde ich bei der Arbeit einen Gang herunterschalten und stattdessen auf einen Kaffee mit Freunden gehen, einen Wellness-Day-Off mit dem Erbsenprinzen einlegen oder einfach in den Tag hineinleben!

Eines noch zum Schluss: Ich wurde Letzthin mal gefragt, warum ich in letzter Zeit öfters aus dem „TCM-Kästchen plaudere“. Hier die Antwort: Weil ich gerade die Ausbildung zum TCM-Ernährungstrainer absolviere. YES! Die TCM begleitet mich nun schon seit vielen Jahren und im Laufe meines „Schwindel-Sommers“ wurde mir klar: Ich möchte etwas ändern an meinem Leben. Diese Ausbildung ist nur ein Teil davon, für mich persönlich aber ein sehr wichtiger und vor allem einer, der mir irrsinnig viel Spaß bereitet.
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Schönen Start in einen Advent der Ruhe!

Bengel-Engel

2 Kommentare

  • Antworten Nadine Uzelino 3. Dezember 2016 at 14:54

    Ich wünsche dir viel Erfolg bei deiner Ausbildung und einen großen Erfahrungsschatz, den du mit auf deinen Weg nimmst. Ich genieße die Weihnachtszeit heute und morgen mit Weihnachtsmarkt-Besuchen :-). lg Nadine von Nannis Welt

    • Antworten iane 3. Dezember 2016 at 19:52

      DANKE, liebe Nadine! 🙂 Ich werde Euch an meinem wachsenden Erfahrungsschatz ein bisschen teilhaben lassen 😉
      Und recht hast du, so die Weihnachtszeit zu genießen: Ein bisschen Weihnachtsmarkt-Trubel schadet nie – vor allem, wenn man sich danach zuhause auf der Couch unter der warmen Decke aufwärmen kann … so zumindest mag ich das.
      Alles Liebe

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