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Der Schwindel meines Lebens – Teil I

28. Juli 2016

Die Welt dreht sich, was im Grunde ja gut oder vielmehr normal ist. Nur ist meine eigene Welt eine Spur zu schnell unterwegs. Mitunter so schnell, dass sich alles um mich herum dreht. So sehr, dass ich gar nicht mehr aufstehen kann. Die Schulmedizin nennt das „Neuritis vestibularis“ oder auch „Neuropathia vestibularis“, zu Deutsch Funktionsstörung des Gleichgewichtsorgans im Innenohr – in meinem Fall rechts. Nicht selten wird das dann mit einer hochdosierten Kortisonkur behandelt und das obwohl es eigentlich keine klaren Nachweise dafür gibt, dass es tatsächlich hilft. Auch mir wurde wegen des Schwindels schon einmal Kortison verabreicht – eine Phase meines Lebens, die ich nie mehr vergessen werde. In gewisser Weise ist das sogar gut so, denn es wird mich auf ewig daran erinnern, dass ich nie wieder Kortison haben möchte. Ich weiß, sag niemals nie… doch ich bleib’ dabei (darüber aber ein anderes Mal mehr).

Vor rund sechs Wochen also, ist meine Welt (wieder einmal) aus den Fugen geraten. Anfangs konnte ich keinen Schritt vor der anderen setzen, bin nur gelegen, bis mein ganzer Körper vor lauter Herumliegen geschmerzt hat. Aber auch bis ich mir selbst gesagt habe: „Das kann es doch nicht sein… Steh’ auf, tu etwas, probier’ es zumindest.“ Und siehe da, es ging besser als gedacht. Und plötzlich war es richtiggehend toll, das Badezimmer zu putzen (leider hat diese Putz-Euphorie nicht lange angehalten). Es war ein herrliches Gefühl, endlich wieder auf der Yogamatte zu stehen, obwohl ich mir nach einer Woche Couch-Liegen wie ein absoluter Neuling auf der Matte vorgekommen bin und mir am nächsten Tag schon wieder alles weh getan hat – anders allerdings, denn ich habe endlich wieder meinen Körper gespürt, wusste, dass er sich bewegt hat – trotz Schwindel.

Gesunde Erbsen Schwindel Blumen2Wenn die eigene Welt aus der Balance gerät, sind es die kleinen Dinge des Lebens, die einem zeigen, dass es besser wird. Und es wird von Tag zu Tag besser – mal spüre ich die Veränderungen, mal nicht. Ja, es dauert, aber diese Zeit gebe ich mir, meinem Körper, meinem Geist, meiner Seele, denn ich bin davon überzeugt, dass ich die eigentliche Ursache meines Schwindels finden muss.

Stellt sich also die Frage: Was ist die Ursache? Wo liegt sie vergraben? Und was kann ich tun, wenn ich nicht mehr im Gleichgewicht bin? Einfach wieder zurück ins Gleichgewicht? Das ist erstens leichter gesagt als getan und zweitens sowieso nicht sinnvoll. Ich meine, mein „altes Gleichgewicht“ war (ist?) wohl nicht unbedingt gesund, sonst hätte mich mein Körper nicht derart deutlich darauf hingewiesen. Mein altes Gleichgewicht war im wahrsten Sinne des Wortes also ein Schwindel. Es gilt also, ein neues Gleichgewicht zu finden, eine neue innere Balance zu definieren.
Dass es so lange dauert, ist natürlich anstrengend, zeitweise sogar „zermürbend“ – vor allem für mich, die ich nicht unbedingt die „Geduld in Person“ bin. Aber ich denke mal, dass mir mein Körper damit etwas sagen möchte. Was genau, weiß ich noch nicht ganz – ich habe zwar eine Vermutung, möchte sie allerdings noch nicht laut aussprechen. Im Moment lebe ich also in der Frage: Woher? Warum? Wieso? Und warte auf die Antworten, die sich zeigen werden – bestimmt – wann auch immer.

Wer wissen möchte, welche Antworten mir das Leben zeigt, kann mir gerne folgen: Einfach rechts in der Sidebar E-Mail-Adresse eintragen, bestätigen und schon halte ich Euch per Mail auf dem Laufenden. Facebook, Instagram, Pinterest oder Bloglovin’ gehen natürlich auch.

Auf alle Fälle bis bald, denn der Schwindel meines Lebens hat (mehrere) Folgen…

4 Kommentare

  • Antworten Eva H. 30. Juli 2016 at 20:08

    … finde ich sehr gut , dass Du Deine Erfahrung mit uns teilst… der eine oder andere wird bestimmt darin wiederfinden….
    Außerdem hilft es beim Verarbeiten deiner „Schwindelzeit“…
    Bin schon neugierig auf Teil 2!
    Liebe Grüße, Eva

    • Antworten iane 31. Juli 2016 at 7:04

      Danke liebe Eva, vor allem da Du einen sehr großen Teil dazu beiträgst, dass ich wieder wieder in mein Gleichgewicht komme.
      … und auch darüber, wie mir Deine Shiatsu-Behandlungen helfen, werde ich schreiben 🙂
      Alles Liebe und Danke

  • Antworten Sternchen 9. Februar 2017 at 11:59

    krass… ich hoffe, du hast das heute wieder gut im Griff oder wie geht es dir damit heute?

    • Antworten iane 9. Februar 2017 at 12:03

      ja, heftig… Und sagen wir so: Ich bin dabei mein Leben in den Griff zu bekommen… zu ändern, was geändert werden muss! Aber manchmal hab ich immer noch das Gefühl, als hätte ich Watte im Kopf und dann kann es auch sein, dass mir ein bisschen trümslig wird. Mittlerweile aber weiß ich, dass ich dann einen Gang runterschalten muss. Ich versuche, den Schwindel nicht als etwas „Falsches“ zu betrachten, sondern frag mich: Was ist richtig daran? Was will mir mein Körper damit sagen?
      Alles wird gut 🙂

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