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Was tun bei Husten? Zwiebel-Hustensaft machen

10. Oktober 2016
Husten? Zwiebel und Rohrzucker für den selbst gemachten Zwiebel-Hustensaft

Eh klar: Da hält man sich an die eigenen „Gesunde Herbst-Erbsen-Tipps“ – in dem Fall Nummer 4 „Nimm Dir eine Auszeit“ – und schon ist er da, der Husten! Erst beim Erbsenprinz, zwei Tage später bei mir. Dabei haben wir uns bis jetzt noch nie gegenseitig angesteckt. Tja, einmal ist wohl immer das erste Mal.

Wir haben also um die Wette gehustet, Salbei-Tee mit Honig getrunken und Kräuter-Zuckerl gelutscht (die, von denen, die es erfunden haben 😉 ). Wirklich gebracht hat das natürlich nichts, immerhin ist Husten ein natürlicher Reflex des Körpers. Soll heißen: Mithilfe der Husterei möchte unser körpereigenes Abwehrsystem die Viren aus den Atemwegen transportieren – und das braucht einfach seine Zeit. Also tatsächlich abwarten und Tee trinken…
Es gibt allerdings ein paar Hausmittel, die einem die Husten-Zeit erleichtern. Neben Salbei schwöre ich ja seit Jahren auf meinen selbstgemachten Zwiebel-Hustensaft. Der ist zwar alles andere als köstlich, aber „Medizin“, die gut schmeckt, hilft ja nicht – hab ich zumindest als Kind „gelernt“. Blöd nur, dass wir unsere Auszeit am Achensee im Tirol verbracht haben. Und ich glaub nicht, dass sie im Hotel eine Freude gehabt hätten, wenn ich den Hustensaft auf dem Zimmer zubereitet hätte …

Euch aber soll es anders ergehen, wenn Euch der Husten heimsucht, daher hier das Rezept:

  • Eine Zwiebel in sehr kleine Würfel schneiden und in eine kleine (Keramik-)Schüssel geben.
  • Kaltes Wasser hinzufügen, sodass die Zwiebeln leicht im Wasser schwimmen.
  • Vier bis sechs gehäufte Esslöffel Rohrzucker hinzufügen und verrühren, bis sich der Zucker aufgelöst hat.

Zwiebel-Hustensaft selbst gemacht

Damit ist der Hustensaft fertig angesetzt und sollte mindestens zwei Stunden im Kühlschrank oder im Freien durchziehen. Am besten verschließt Ihr die Schüssel mit Frischhaltefolie. Einerseits damit die Inhaltsstoffe möglichst vollständig erhalten bleiben, andererseits aber auch damit es im Kühlschrank nicht noch mehr nach Zwiebeln schmeckt, als es sowieso der Fall ist.
Dieser Zwiebel-Hustensaft kann übrigens bis zu vier Tage verwendet werden, wobei ich ihn bisher nie so lange gebraucht habe und ihn ehrlich gesagt auch keine vier Tage schlürfen könnte…

Apropos: Wie oft sollte man ihn denn nehmen, den guten Hustensaft? Am besten drei Mal täglich circa zwei bis drei Esslöffel. Wichtig: Auf dem Löffel sollte nur die Flüssigkeit sein (und so gut wie keine Zwiebeln) – daher den Esslöffel flach in den Saft eintunken.
Der Geschmack ist zuerst süßlich, erst danach kommt die „Zwiebelnote“ – definitiv nichts für Feinschmecker, aber es wirkt. Einen unangenehmen Nebeneffekt hat das Ganze: Mundgeruch. Also Zähne putzen nicht vergessen.

Ein Löffel für die Mama. Ein Löffel für den Papa...

Wir haben unsere Auszeit übrigens trotzdem genossen: viel geschlafen, viel herumgelegen, gut gegessen (vor allem kräftigende Fleischsuppen) und einfach Mal so richtig nichts getan. Einzig an der frischen Luft waren wir nicht so oft, wie ich es mir gewünscht hätte – das machen wir dann das nächste Mal…

8 Kommentare

  • Antworten Nadine Uzelino 10. Oktober 2016 at 20:19

    Ich mache mir den auch oft, wenn ich erkältet bin ;-). Tolle Idee, das Rezept zu präsentieren. Ich kann die Wirkung bestätigen.

    • Antworten iane 11. Oktober 2016 at 7:35

      ich wünsch Dir trotzdem, dass Du ihn nicht so bald wieder machen musst, liebe Nadine 😉

  • Antworten Nadine Uzelino 11. Oktober 2016 at 19:30

    Leider stecke ich schon eine ganze Weile in der Immunschwäche fest. :-/ Hoffe dass es wieder besser wird.

    • Antworten iane 11. Oktober 2016 at 19:43

      Oje, das klingt nicht gut. Dann trink Ingwerwasser: Zwei, drei Scheiben frischer Ingwer in einem Topf mit Wasser aufkochen, abschalten und 30 Minuten ziehen lassen. Ingwerscheiben herausnehmen, Wasser noch mal aufkochen, in eine Thermoskanne füllen und über den Tag verteilt trinken – unsere absolute „Immunwaffe“. Alles Gute!

      • Antworten Nadine Uzelino 11. Oktober 2016 at 19:45

        Das ist klasse! Probiere ich aus!

        • Antworten iane 11. Oktober 2016 at 19:48

          Mach das, liebe Nadine! Auch gut: Probiotika – wir schwören da schon seit Jahren drauf (z.B. OmniBiotic 6 – gibt’s in der Apotheke oder direkt im Web-Shop von Allergosan). 🙂

  • Antworten Karl Tschavoll 11. Oktober 2016 at 22:30

    Da ich aktuell keinen Husten habe und in absehbarer Zeit auch keiner geplant ist, hier eine Frage ans hustende Volk: Wie wirkt der DIY-Hustensaft genau – eher schleimlösend und das Abhusten erleichternd oder hustenhemmend (und damit schlaffördernd)?

    • Antworten iane 12. Oktober 2016 at 7:31

      Lieber Herr Karl 😉
      Der Zwiebel-Hustensaft wirkt vor allem bei trockenem Reizhusten – also durchaus auch direkt vor dem Schlafengehen geeignet … was das „Bettgegenüber“ über die nächtlichen Ausdünstungen denkt, hab ich mich allerdings noch nicht getraut zu fragen. Wobei: Vom „Gebell“ aufgeweckt zu werden, ist ja auch nicht lustig.
      Gsund bleiben!

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