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Corona: Panisch geht die Welt zugrunde

13.03.2020
Corona: Don't panic

Eigentlich hatte ich für diese Woche ein anderes Thema im Kopf. Und eigentlich wollte ich gar nicht über Corona schreiben. Tja eigentlich. Aber ich beschäftige mich hier auf meinen Erbsen halt auch immer mit Themen, die mich gerade bewegen. Und im Moment kommt man einfach nicht drum herum: Covid-19 – wie die Krankheit, die durch das neuartige SARS-CoV-2 übertragen wird, in der Fachsprache heißt – beherrscht regelrecht unser Leben. Man liest, hört und redet über so gut wie nichts anderes mehr. In den Medien – von öffentlich-rechtlich bis zu den sozialen – gibt es fast im Minutentakt neue Meldungen und Posts.

Es geht ums Leben. Jeder hat eine Meinung und die meisten tun diese kund. Ich ja jetzt auch. Dabei ist meine Meinung so wenig fundiert, wie die vieler anderer. Die einen empfinden die gesetzten Maßnahmen als Panikmache. Die anderen SIND panisch. Und diese ganze Hysterie macht mich schwindlig und müde, obwohl es nicht meine eigene ist. Ich spür es körperlich, obwohl ich selbst keine Angst habe. Ich igle mich nicht ein und mit dem, was wir derzeit an Vorräten zuhause haben, könnten wir keine zwei Wochen überleben. Dennoch meide ich Menschenansammlungen. Wobei das nicht gerade schwerfällt, immerhin sind die meisten Veranstaltungen verboten. Berufliche Termine nehm’ ich war, ansonsten stehen allerdings keine Treffen mit Freunden an. Ich wasche mir mehrmals am Tag die Hände und versuche, mir nicht allzu oft ins Gesicht zu greifen, was schon sichtbare Auswirkungen auf meine Haut hat 😉 Ich gebe weder zur Begrüßung noch zum Abschied die Hand und Umarmungen oder Bussi, Bussi, Bussi gehen schon gar nicht. Derzeit muss ein Lächeln reichen – das aber kommt von Herzen.

Trotzdem habe ich, wie gesagt, keine Angst vor Corona. Denn ich geh davon aus, dass ich die Erkrankung gut überstehe – so sie mich überhaupt treffen wird. Doch ich verstehe, dass unsere Regierung sagt, dass nun auch wir Österreicher unsere Lebensgewohnheiten in den kommenden Wochen (vielleicht sogar Monaten) ändern müssen. Denn es geht um das große Ganze. Es geht darum, die Ausbreitung von Corona einzudämmen. Darum, nicht nur an uns selbst zu denken, sondern an unsere Mitmenschen – vor allem die älteren, jene mit einem schwachen Immunsystem und auch all jene, die im Gesundheitswesen tätig sind. Es geht um die gesellschaftliche Verantwortung, die jeder von uns hat.

Corona: Hamsterkauf

Alles wird gut. Natürlich ist es nicht erfreulich, wenn Konzerte, Messen und sonstige Events abgesagt werden, wenn Theater, Kinos usw., aber auch Schulen und Unis geschlossen bleiben, wenn Geschäfte und Fußgängerzonen wie leergefegt sind. Die wirtschaftlichen Auswirkungen sind gar nicht absehbar. Und ja, es schmerzt – schließlich hat der Erbsenprinz ein Geschäft. Und ich berate zahlreiche Unternehmen und Gründer, denen so ein „Fast-Stillstand“ alles andere als gelegen kommt. 

Fakt ist: Das öffentliche Leben wird eingeschränkt. Genauso ist es Fakt, dass es wieder aufwärts gehen wird. Das ist immer so. Das ist der Lauf der Zeit. Und es bringt uns nicht weiter, wie wenn wir jetzt jammern und alles schlecht reden oder wenn wir Panik schieben und den Kopf in den Sand stecken. Am Ende des Tages bleibt uns sowieso nichts übrig, als die Situation anzunehmen – und das Beste daraus zu machen.

Also nutz’ die Zeit, die Du jetzt womöglich mehr hast, für Dich. Beschäftige Dich mit Dingen, die bislang liegen geblieben sind, für die eben keine Zeit war – und damit meine ich nicht, etliche Berichte über Corona zu lesen oder ständig auf neue Nachrichtungen und Eilmeldungen zu warten. Überleg Dir, wie Du Deinen Job trotzdem ausüben kannst: Welche Optionen kannst Du Deinen Kunden und Partnern anbieten? Welche Alternativen gibt es, wenn die Menschen nicht mehr in Dein Geschäft kommen? Bei diesen Überlegungen kann ich Dich unterstützen – gern auch per Skype, am Telefon (+43 650 923 13 41) oder Mail (hello@erbsentalk.com) 😉

Abgesehen davon: Bleib bei Dir, übernimm Selbstverantwortung. Lass den Hausverstand walten und denk positiv. Erinner’ Dich an schöne Dinge! Tausch Dich mit Deinen Eltern und Großeltern aus – vielleicht haben so eine ähnliche Situation sogar schon mal erleben. Und stärke Dein Immunsystem: Geh hinaus in die Natur und nutze die Sonnenstrahlen, die jetzt täglich mehr werden, um Vitamin D zu tanken. Geh früh ins Bett, denn im Schlaf regeneriert unser Körper, der Stoffwechsel wird angeregt und Wachstumshormone werden ausgeschüttet. 

Vor allem aber: Lass Dich nicht verrückt machen. Keep calm & wash your hands. Alles wird gut.

Corona: Wash your hands

2 Kommentare

  • Antworten Manuela 15.03.2020 at 19:48

    Schöner Beitrag. Ich versuche auch Ruhe zu bewahren, heute war ich bei uns im Hof in der Sonne , Kraft tanken! Und habe ein wenig Frühjahrsputz gemacht… Alles Liebe Dir, pass auf Dich auf.

    • Antworten iane 16.03.2020 at 06:50

      …und so schön, dass Du es hier teilst, dass Du auch Ruhe bewahrst – oder zumindest es versuchst. Bei all den Meldungen, an denen man ja so gut wie nicht vorbeikommt, ist das ja gar nicht so einfach.
      Ich denke, es ist wichtig, dass wir uns jetzt mit anderen Dingen beschäftigen, dass wir uns ablenken. Ja, Sonne tanken, putzen (ich hab schon einen regelrechten Putzplan für diese Woche – keine Ahnung, ob ich überhaupt fertig werde 😉 ).
      Aber ich bin davon überzeugt, dass alles gut gehen wird und dass es “danach” – wann immer das ist – wieder so richtig aufwärts geht. Alles Liebe auch für Dich und ja, pass auch Du auf Dich auf!

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