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Herzenswärme: Mögen wir erfüllt sein!

08.03.2019
Herzenswärme

Die einen sind der Meinung, dass es im Yoga nur ums „Om“ geht. Die anderen glauben, dass das Ziel darin besteht, den Körper in allen möglichen Formen und Varianten zu verdrehen und zu verrenken, einen Handstand zu machen oder stundenlang im Lotussitz zu meditieren. Und wieder andere sehen Yoga als ihre Art, Sport zu betreiben bzw. sich zu bewegen. Und das hat auch alles seine Berechtigung – jeder wie es ihm gefällt. Für mich geht’s im Yoga darum, mir selbst näher zu kommen, mich besser kennen zu lernen und vor allem um Herzenswärme.

Von Herzen warm. Es gibt im Yoga einige Definitionen für Herzenswärme: von der tiefen Güte bis zur tief empfundenen Liebe und Warmherzigkeit. Auch bedeutet Herzenswärme, dass wir unser Herz öffnen und somit anderen das Gefühl vermitteln können, dass wir sie mögen. Und das beruht auf Gegenseitigkeit. Wenn wir nämlich spüren, dass wir uns bei einem anderen geborgen fühlen können, kann nur Herzenswärme im Spiel sein.
Um das eigene Herz öffnen und somit diese Wärme nach außen tragen zu können, müssen wir diese allerdings erst einmal in uns selbst entfachen und wahrnehmen. Patanjali, der „Vater des Yoga“ und Verfasser der Yogasutra (einer der zentralen Ursprungstexte im Yoga), sagte: „Gehe in dein Herz hinein, fühle in dein Herz hinein, dann verstehst du dich selbst besser.“ Oder um es mit den Worten des Kleinen Prinzen von Antoine de Saint-Exupéry zu sagen: „Nur wer mit dem Herzen sieht, sieht wirklich.“ 

Warm ums Herz

Von Herzen einfach. Und wie hängt das mit meinem Yogaverständnis zusammen? Zum einen weil ich während der Yogapraxis wirklich bei mir bin, weil ich mir in dieser Stunde ganz bewusst Zeit für mich nehme, alles andere um mich herum abschalte. Zum anderen breitet sich immer öfter gerade dann Herzenswärme in mir aus, wenn ich nicht praktiziere bzw. nicht praktizieren kann. Wie das? Nun, in letzter Zeit hatte ich hin und wieder Schmerzen – etwa im Nacken oder unteren Rücken. Daher konnte ich nicht so praktizieren, wie ich es gewohnt bin, musste gewisse Asanas auslassen und musste an manchen Tagen sogar komplett aussetzen. Ich geb zu: Das hat mich gewurmt. Ich war nicht nur mit der Situation unzufrieden, sondern auch mit mir selbst.
Doch was ich anfangs als Rückschritt empfunden habe, war in Wahrheit ein großer Schritt nach vorne. Denn auf einmal war mir klar, was mein Körper, mein Geist und meine Seele mir damit sagen wollten: Nämlich dass ich ganz in mich hineinfühlen und liebevoll mit mir umgehen soll. Und da konnte ich mein Herz spüren und fühlen, wie es warm wurde.
Klingt banal? Ist es vielleicht. Und ist das nicht schön? Dass es so herrlich einfach ist?!

Von Herzen lieb. Dabei war ich der Meinung, dass ich schon vorher in mich hineingespürt, auf meinen Körper gehört habe. Und das hab ich womöglich sogar – aber eben noch nicht so richtig. Wobei ich die Herzensweisheit auch jetzt nicht mit dem Suppenlöffel gefressen habe! Doch in den letzten Wochen hat sich schlichtweg ein ganz neues Gefühl der Selbstliebe und Akzeptanz aufgetan. Ein Versprechen mir selbst gegenüber, mich so anzuerkennen, wie ich bin. Ein Bewusstsein, mit mir selbst liebevoll umzugehen, mir Mitgefühl und bedingungslose Liebe entgegenzubringen. Ich hab mir geschworen, ab sofort (so gut wie) immer auf mich zu achten, mich um mich zu kümmern und mich von ganzem Herzen lieb zu haben.
Die Herzenswärme, die ich verspüre, hat sicherlich auch mit der Meditation der Herzenswärme zu tun. Vier Sätze, die ich seit einigen Monaten jeden Morgen mehrmals zu mir sage. Vier Sätze, die so viel bewirken können. Vier Sätze, die Du vielleicht ausprobieren möchtest:

Möge ich mit Herzenswärme erfüllt sein.
Möge ich gesund sein.
Möge ich mich gelassen und zufrieden fühlen.
Möge ich glücklich sein.

Übrigens: Niemand muss Yoga machen, damit ihm warm ums Herz wird. Auch in der Musik geht’s ums Herz – oder beim Spazieren im Wald oder beim Kochen oder Malen, Stricken oder Nähen, oder was weiß ich… DU allein weißt, wann Du mit dem Herzen siehst. Also spür in Dich hinein und lass Dich von Deiner Herzenswärme erfüllen. 

Herzenswärme in den Händen

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