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Kürbissuppe: Nicht nur für Strohwitwen!

19.10.2018
Kürbissuppe

Was hab ich mich gefreut, als mein Rockstar heute Nacht nach Hause gekommen ist und somit mein Strohwitwen-Dasein beendet hat. Das soll nicht heißen, dass es mir überhaupt nicht gefallen würde, mal allein daheim zu sein. Es ist nett. Mehr aber auch nicht. Immerhin verbringen wir irrsinnig gern Zeit miteinander – und zwar ohne uns dabei einzuschränken. Entsprechend herrscht bei mir kein Halligalli, wenn mein Mann mit seiner Band Mayfair auf Tour ist (sie haben übrigens gerade ihre neue Single inkl. Video „Ungetaktet“ herausgebracht – hör & schau mal rein). Einzig in der Küche geht’s ab, wenn ich Strohwitwe bin. Und so wurde am vergangenen Wochenende (ein)gekocht, was das Zeug hält – vom Gersteneintopf bis zur Kürbissuppe.

Herbst in meiner Küche. Der Kürbis hat sich in den letzten Jahren zu einem Favoriten meiner Herbstküche gemausert. Derjenige, der mich und meine Erbsen schon länger verfolgt, weiß das spätestens seit ich vor zwei Jahren meine „Ode an den Kürbis“ verfasst habe. Alle anderen können ja jetzt im Anschluss dort nachlesen, welche Benefits in diesem Gemüse stecken: gesund, kalorienarm und irrsinnig vielfältig einsetzbar. Und nicht zu vergessen, dass der Kürbis aus Sicht der 5 Elemente Küche der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) bestens geeignet ist, unsere Mitte (also Magen, Milz und Bauchspeicheldrüse) zu stärken. Und das ist jetzt, wenn es draußen (sehr) langsam aber doch wieder kälter und dunkler wird, besonders wichtig. Schließlich brauchen wir nun Energie, um uns vor Virenangriffen, dem nahenden „End-Jahres-Stress“ und anderem mehr zu schützen.

Kürbis

Kürbisgeschichten. Aber Kürbis schmeckt nicht nur vorzüglich. Man kann auch Geschichten über ihn schreiben – wie ich letzthin herausgefunden habe, als ich wieder mal auf der Suche nach neuen Kürbisinspirationen war. Dabei nämlich bin ich auf die Kürbisgeschichten von Elke Bräunling gestoßen. Die Autorin schreibt ganz wunderbare Kindergeschichten, von denen sie viele auf ihrer Website veröffentlicht. Unter anderem eben auch Texte über das leckere Herbstgemüse. „Der Kürbis, der einen Glückskäfer zum Freund hatte“ hat fast am besten gefallen – obwohl die anderen Geschichte genauso herzallerliebst sind. 
Und was gibt es Schöneres, als an einem herrlichen Herbsttag etwas Schönes zu lesen und dabei eine feine, von innen wärmende Kürbissuppe zu genießen. Vielleicht ja, wie in meinem Rezept, mit Apfel und Ingwer – aber ohne Rahm bzw. wie wir Österreicher sagen Obers! Abgesehen davon dass es bei uns so gut wie gar keine Milchprodukte gibt (bis auf Schlinser Käse und Butter), hat es in meinen Augen kein Gemüse nötig noch verdient, zur Rahmsuppe verkocht zu werden. Cremig wird die Suppe auch durch die Beigabe von Kartoffeln und etwas Mehl.

Genug geschrieben: Ran an den Herd…

Zutaten Kürbissuppe

Kürbissuppe mit Apfel und Ingwer

  • 1 kleiner Kürbis (ca. 1/2kg)
  • 2 Kartoffeln
  • 1 Apfel
  • 1 rote Zwiebel
  • Ingwer (frisch, ca. 1cm)
  • Rapsöl, Weißweinessig, etwas (Dinkel)Mehl
  • Pfeffer, Salz, Kurkuma, Muskat
  • ca. 800ml Gemüsesuppe

Kürbis waschen, auseinanderschneiden, aushöhlen (sprich: Kürbiskerne mit einem Löffel herausholen) und in kleine Stücke schneiden. Kartoffeln und Apfel schälen und ebenfalls würfeln. Zwiebel schälen und kleinschneiden. Ingwer schälen und kleinhacken. 

In einem heißen Topf 2-3 EL Rapsöl erhitzen und die Kürbiswürfel darin anschwitzen. Kartoffel und Apfel hinzufügen und kräftig umrühren. Nun die Zwiebel dazugeben und ebenfalls anschwitzen lassen. Danach Ingwer und etwas Pfeffer dazugeben, salzen und mit 1 EL Essig ablöschen. 1 EL (Dinkel)Mehl dazugeben und kurz anschwitzen. Eine kräftige Prise Kurkuma hinzu, mit der Gemüsesuppe aufgießen, aufkochen lassen und ca. 15 Minuten köcheln lassen.

Wenn das Gemüse weich ist, mit dem Zauberstab (Stabmixer) pürieren und mit geriebenem Muskat, Salz, einem Spritzer Essig, Kurkuma und eventuell ein bisschen Ahorn-Sirup abschmecken. Und mit ein paar Tropfen Kürbiskernöl servieren.

Und hier noch zwei „Restl-Tipps“

Wenn nicht gerade ein Großfamilie am Tisch sitzt, bleibt von der Kürbissuppe etwas übrig. Das kann hervorragend einkochen und im Kühlschrank aufbewahren. Dafür sollte die Suppe noch heiß in saubere Gläser abgefüllt werden – wichtig: Die Gläser auf ein nasses Tuch oder Holzbrett stellen, weil sie ansonsten zerspringen könnten.

Wer keinen kleinen Kürbis bekommen hat, macht einfach ein Püree aus dem Rest. Dafür Wasser zum kochen bringen, Kürbis würfelig schneiden und im ca. 15 Minuten im heißen Wasser weichkochen. Abseihen, pürieren und mit Muskat, Pfeffer, Salz, einem Spritzer Zitronensaft und Kurkuma würzen. Hält sich im Kühlschrank mindestens ein paar Tage.

Kürbissuppe eingekocht

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