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Schlaflos und warum mich das nicht (mehr) stresst…

27.04.2018
Schlaflos mit Erbsen

Schlafen ist doch was Herrliches. Normalerweise verbring ich sieben, acht Stunden damit, am liebsten weit vor Mitternacht. Momentan aber zwitscher’ ich morgens nicht gerade lerchenhaft durch die Gegend, denn ich lieg in der Nacht mitunter bis zu zwei Stunden schlaflos im Bett.
Mir ist schon klar, dass diejenigen, die wirklich mit Schlaflosigkeit zu kämpfen haben, jetzt nur milde lächeln undoder mir am liebsten gleich einen Kommentar à la „Hör auf zu jammern!“ hinterlassen würden. Und gerne! Schreibt mir, wie es Euch geht, wenn ihr nachts (mal) nicht schlafen könnt! In der zweiten schlaflosen Nacht hab ich nämlich beschlossen, darüber zu schreiben, um so vielleicht herauszufinden, warum ich wach bin und wie ich wieder einschlafen kann.

Los, schlaf! Im Internet finden sich ja unzählige Tipps, was man tun kann: Von Musik hören, lesen, Tagebuch bzw. „To-do-Liste“ schreiben über verschiedenste Entspannungstechniken bis hin zu Aufräumen, Abspülen oder Bügeln (!!!). Diese Tätigkeiten seien so entspannend und langweilig, dass einen der Schlaf übermannt. Na ich weiß nicht, ob ich über der Spüle oder dem Bügeleisen einschlafen möchte, aber für wen’s funktioniert…
Einzig die To-do-Liste find ich echt hilfreich, wobei ich meine abends schreibe – als Abschluss des Tages sozusagen. Fällt mir dann beim Zähneputzen, beim Lesen oder Fernsehschlafen noch etwas ein, wird die Liste einfach um den einen oder anderen Punkt verlängert. Dadurch sind die Dinge zwar noch nicht erledigt, doch ich weiß wenigstens, dass ich sie nicht vergesse. Und so poppen sie viel seltener mitten in der schlaflosen Nacht auf.

Warum schlaflos? …sollte man jedoch zuerst einmal fragen – egal ob man sich nun eine Stunde oder länger von einer Seite zur anderen wälzt. Schlafmedizinisch gilt übrigens die sogenannte Dreierregel: Wer öfter als dreimal pro Woche länger als drei Stunden pro Nacht wach ist und das länger als drei Wochen, sollte zum Hausarzt oder Schlafmediziner gehen. So betrachtet leide ich natürlich noch lange nicht unter Schlaflosigkeit. Müde bin ich trotzdem. 

Visual Schlaflos
Also zurück zum Warum. Ich weiß, dass ich rund um Neu- und Vollmond schlecht schlafe. Letzterer ist aber erst wieder am kommenden Montag. Ich bin weder schwanger noch in den Wechseljahren, nehme keine Medikamente (schon gar keine Schlaftabletten!) und leide auch nicht unter der chronischen Schilddrüsenentzündung Hashimoto. Laut Experten sind das nämlich mögliche Ursachen für Schlaflosigkeit. Also muss es wohl psychisch sein, denn Depressionen oder Stress können einem ebenfalls den Schlaf rauben. Ersteres ist bei mir nicht der Fall. Letzteres kommt der schlaflosen Sache allerdings schon näher…
Ich meine: Erst letzte Woche habe ich über die vielen offenen Türen geschrieben, von denen ich manche zwar schließen möchte, es aber nicht sofort tun kann. Und als ob mich das (gedanklich) nicht genug stressen würde, hab ich diese Woche wieder einmal den Raum hinter einer Tür erweitert und an einem Visualisierungs-Kurs mit der genialen Anna Egger teilgenommen. Bei Workshops und Vorträgen kommt’s ja darauf an, wie’s ankommt, und schön gestaltete Flipcharts sind dabei super hilfreich. Da ich allerdings kein Naturtalent bin, das vom Himmel fällt, macht auch hier Übung den Meister. Also schwirren seither nicht nur Bilder in meinem Kopf herum, sondern überdies die Frage: WANN bitte soll ich üben? Und da kam mir schlaflos die Idee, meine Beiträge mit Visual Tools im wahrsten Sinne des Wortes zu untermalen. 😀  Kurze Zeit später bin ich wohl eingeschlafen, denn ich kann mich nur noch daran erinnern, dass ich um 5.30 Uhr aufgewacht bin.

Keine Panik. Ja, wenn ich nachts aufwache, legt mein Hirn gleich los. Kommen mir dabei „To-Dos“ in den Sinn, die ich am Abend zuvor aufgeschrieben habe, sind sie recht schnell wieder Schnee von gestern. Nutze ich die Zeit und denke beispielsweise über den nächsten Erbsenbeitrag nach, sind das anscheinend beruhigende Gedanken, die mich wieder einschlafen lassen.
Was Du tust, wenn Du nachts nicht schlafen kannst, musst natürlich Du für Dich herausfinden. Schlaflos Panik zu schieben, macht aber keinen Sinn.  Denn wenn ich mir den Kopf darüber zerbreche, dass ich zu wenig Schlaf bekomme, rückt dieser mit Sicherheit in noch weitere Ferne. In diesem Sinne: Gute Nacht!

Schlaflos in Santa Clara

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