Alle Erbsen Erbseneintopf

Sommereintopf: Warmes Wetter. Warmes Essen.

25.05.2018
Sommereintopf

Jetzt zieht er so richtig ins Land, der Sommer. I like. Genauso wie ich warmes Essen mag. Und weil das bei mir nicht nur während der kalten Jahreszeit auf den Tisch kommt, gibt es hier und heute einen herrlichen Sommereintopf. Oder nein: Es gibt gleich zwei Rezepte, immerhin ist ja schon seit einer halben Ewigkeit nichts mehr im Erbseneintopf gelandet!

Schweißtreibend. Klar sind Eintöpfe eher als klassisches Herbst- oder Winteressen bekannt. Doch auch im Sommer tun wir unserer Mitte damit etwas Gutes. Wieso? Nun, durch die sommerliche Hitze wird – so sagt die Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) – unsere Yang-Wurzel angeregt. Und da Yang Wärme, Energie und Bewegung ist, mag es nicht verwundern, dass wir im Sommer vermehrt schwitzen und durch die Hitze müde und ausgelaugt sind. Wir fühlen uns schlapp und wollen nicht mal den kleinen Finger rühren.
Hitze setzt dem Körper also richtig zu und lässt abgesehen vom Schweiß auch andere Körpersäfte wie etwa Gelenksschmiere, Tränen, Flüssigkeiten, die Muskeln, Sehnen und Haut versorgen, und sogar Blut und Muttermilch verdampfen. Wir sollten daher im Sommer ganz besonders darauf achten, viel zu trinken – aber bitte nicht eiskalt, denn unsere Mitte mag’s das ganze Jahr über wohlig warm. (Zu) kalte Getränke haben somit lediglich zur Folge, dass der Körper sie auf eine verträgliche Temperatur erwärmen muss.

Suppig. Saftig. Sommer. Damit nicht genug können wir auch durch suppig-saftig-saucige Speisen unsere körpereigene Kühlflüssigkeit aufbauen. Und neben Suppen kommen hier eben Eintöpfe ins Spiel. Allerdings stehen im Sommer keine deftigen und von innen wärmenden Lebensmittel auf der Zutatenliste. So verwenden wir statt Kidneybohnen beispielsweise Fisolen oder Erbsen und statt der Fleischsuppe eine leichte Gemüsebrühe. Wer mag fügt Tomaten, Zucchini, Paprika oder andere saisonale Gemüsesorten hinzu – eventuell sogar direkt aus dem eigenen Garten: Regional at it’s best sozusagen. Bei den Gewürzen greift man abgesehen von etwas Pfeffer, Salz und einer Prise Paprikapulver vor allem zu frischen Kräutern. 
Außerdem benötigt der Körper nun weniger Fleisch und Fett als im Winter. Die Schweinelende im ersten Sommereintopf oder die geräucherten Schweinerippchen im zweiten dienen eher als „Geschmacksgeber“. Und ein bisschen Fleisch darf natürlich schon sein – wer mag! Gerste hat übrigens aus Sicht der 5 Elemente Küche eine kühlende und erfrischende Wirkung. Also genau das Richtige für heiße Tage.

 

Sommereintopf mit Fisolen

Sommerlicher Fisolen-Eintopf

Zutaten für 4-5 Personen:

  • 300g Fisolen
  • 3-5 Kartoffeln
  • 2 Karotten
  • 2 EL Olivenöl
  • 2 Schalotten
  • 150g Schweinelende o. Rohschinken
  • Zitronensaft
  • frischer Ingwer
  • Pfeffer, Salz, Paprikapulver
  • 1 Bund Basilikum

Fisolen waschen und in kleine Stücke schneiden. Kartoffeln, Karotten und Schalotten schälen und würfeln. Fleisch in ca. 1 cm große Würfel schneiden. Ingwer schälen und fein hacken. Basilikum abbrausen und (bis auf 2 Stängel) in Streifen schneiden.  

In einem großen heißen Topf Olivenöl erhitzen, Zwiebeln und Ingwer anschwitzen und das Fleisch unter rühren von allen Seiten anbraten.
Salz, 1 Spritzer Zitronensaft, 1 Prise Paprikapulver und ca. 4 Tassen heißes Wasser hinzugeben. Nun Kartoffeln, Karotten und Fisolen zufügen und gut durchrühren. Pfeffer und Basilikumstängel zugeben und 20-30 Minuten bei mittlerer Hitze köcheln lassen (eventuell noch heißes Wasser hinzufügen).
Sobald das Gemüse gar, aber noch bissfest ist, Basilikumstängel entfernen und mit Pfeffer, Salz und Zitronensaft abschmecken. Mit dem in Streifen geschnittenen Basilikum servieren.  

Falls etwas übrig bleibt: Noch heiß in saubere Gläser füllen (Achtung: Auf einem nassen Tuch oder Holzbrett abfüllen, sonst können die Gläser zerspringen). Sofort verschließen und abgekühlt im Kühlschrank aufbewahren.  

 

Sommereintopf mit Rollgerste, Pilzen und geräucherten Rippchen

Gerste-Pilz-Eintopf mit Schweinsrippchen
(danke Ulli Zika fürs inspirieren 😉 )

Zutaten für 5-6 Portionen:

  • 120g Rollgerste
  • 1-2 Karotten
  • 2 festkochende Kartoffeln
  • 1 kl. Bund Jungzwiebeln
  • 250g braune Champignons
  • 1 Knoblauchzehe
  • 250g geräucherte Bio-Schweinerippchen
  • 1,5l Gemüsesuppe
  • 1 Lorbeerblatt
  • 1/2 Bund glatte Petersilie
  • Salz, Pfeffer, gemörserter Bockhornkleesamen (oder Paprikapulver)
  • Zitronensaft

Rollgerste am Vortag in reichlich Wasser einlegen. 

Rippchen teilen; Suppe aufkochen, Lorbeerblatt, Rippchen, einen Schuss Zitronensaft, Bocksdornkleesamen und abgeseihte Gerste hinzufügen und bei mittlerer Hitze ca. 30 Min. köcheln.
Währenddessen Kartoffeln schälen und in kleine Würfel schneiden; Champignons putzen und vierteln; Karotten schälen und grob raspeln; Jungzwiebeln in Ringe schneiden; Knoblauch schälen und kleinhacken; Petersilie waschen und kleinschneiden. 
Nach ca. 10 Min. Kochzeit Kartoffeln und Champignons hinzufügen; nach ca. 20 Min. Karotten, Jungzwiebeln und Knoblauch dazugeben. So lange kochen, bis alles gar und weich ist.
Lorbeerblatt entfernen, mit Pfeffer und Salz abschmecken, mit Petersilie bestreuen und mit je einem Rippchen servieren.

Erbsen

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